Podcast: Drei Versicher­ungen, die jeder braucht

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Podcast: Drei Versicher­ungen, die jeder braucht
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Der Text des Podcasts zum Nachlesen:

Willkommen beim allerersten Podcast von Getsurance. Ich bin Viktor, geprüfter Versicherungsfachmann und einer der beiden Gründer von Getsurance. Das Thema des Podcasts: Drei Versicherungen, die jeder braucht.

Es gibt eine Diskussion darüber, welche Versicherungen man braucht und welche man sich sparen kann. Es gibt z.B. Leute, die sagen, eine Hausratversicherung ist total wichtig, andere wiederum sagen, eine Hausratversicherung lohnt sich überhapt nicht. Es gibt aber drei Versicherungen, bei denen sich wirklich alle einig sind, und mit „alle“ meine ich auch unabhängige Institutionen wie z.B. die Verbraucherzentralen oder auch die Stiftung Warentest. Und diese drei Versicherungen stelle ich dir jetzt kurz vor.

Die erste Versicherung, die jeder haben sollte, ist die Haftpflicht, genauer gesagt die Privathaftpflicht. Warum ist die so wichtig? Es kommt ganz selten mal vor, dass man richtig großen Mist baut. Zum Beispiel: Beim Camping fackelst du aus Versehen ein Waldstück ab. Der Schaden beläuft sich auf 100.000 Euro, der Besitzer des Waldes verklagt dich auf Schadensersatz. Wenn du jetzt denkst, ist doch kein Problem, das zahle ich mal eben aus meiner Portokasse, dann: herzlichen Glückwunsch du brauchst nicht mehr weiterhören, du gehörst zu den wenigen Menschen, die so wohlhabend sind, dass sie keine Versicherungen brauchen. Alle anderen müssen leider eine Privathaftpflicht abschließen.

Diese Versicherung ist vor allem für den Fall gedacht, in dem man aus Versehen einen sehr großen Schaden anrichtet, den man aus eigenen Mitteln nicht bezahlen kann. Es kommt natürlich auch vor, dass man mal etwas Kleines kaputtmacht, zum Beispiel habe ich mal aus Versehen einem Freund seine Brille vom Kopf gerissen, die dann kaputt war. Der Schaden lag ungefähr bei 150 Euro und wurde von meiner Haftpflichtversicherung übernommen. Aber eigentlich ist diese Versicherung vor allem für katastrophale Missgeschicke gedacht, die hoffentlich nie passieren. 150 Euro hätte ich auch aus eigener Tasche bezahlen können, bei 100.000 Euro sieht das Ganze schon anders aus.

Ein letzter Tipp: Wenn du Azubi bist oder studierst, bist du wahrscheinlich noch über die Privathaftpflicht deiner Eltern mitversichert, wenn sie eine haben. Das müsstest du mal in den Versicherungsbedingungen deiner Eltern checken. Manchmal gibts dazu Sonderregeln, zum Beispiel eine obere Altersgrenze von 25 Jahren.

Die zweite Versicherung, die jeder braucht, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Warum das? Ganz einfach, dein Lebensstandard hängt von deinem Gehalt ab. Von dem Gehalt bezahlst du deine Miete und deine Rechnungen. Wenn du schwer krank wirst und nicht mehr arbeiten kannst, dann hast du auch kein Gehalt mehr. Wer bezahlt dann deine Rechnungen? Viele denken, der Staat kommt einem dann zur Hilfe, das stimmt aber leider nur teilweise. Die Erwerbsminderungsrente, die man dann bekommt, ist viel zu niedrig, als dass man davon vernünftig leben könnte. Es gibt eine grobe Faustregel: Dein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente liegt bei ungefähr der Hälfte deines jetzigen Nettogehalts. Mit anderen Worten, wenn du berufsunfähig wirst, hast du plötzlich nur noch halb so viel Geld. Genau das soll eine Berufsunfähigkeitsversicherung verhindern. Man schließt den Vertrag am besten so ab, dass man in etwa so viel Geld aus der Versicherung bekommt, wie einem zum Leben fehlt, wenn man die Erwerbsminderungsrente vom Staat bekommt.

 

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Die dritte und letzte Versicherung, die jeder haben sollte, ist die Private Altersvorsorge. Streng genommen ist das gar keine Versicherung sondern eher eine Art Geld zu sparen. Man spart Geld, damit man später im Alter seine Rente damit aufstocken kann. Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass die staatliche Altersrente viel zu niedrig ist, um davon vernünftig leben zu können. Wie genau du Geld sparst, ist natürlich dir überlassen, allerdings empfehle ich dir, hier keine Experimente zu machen. Manche sagen sich, „ich lege einfach jeden Monat etwas Geld zurück“ und dann kommt etwas dazwischen, das Sparkonto wird geplündert und die Altersvorsorge ist dahin. Deswegen empfehle ich dir, einen Sparvertrag abzuschließen, der NUR für deine Altersvorsorge da ist. Am besten ist das ein Vertrag, den man nicht ohne weiteres kündigen kann, denn damit zwingst du dich selbst dazu, immer schön brav einzuzahlen und das Geld nicht für etwas anderes zu verwenden. Manchmal ist es gar nicht so schlecht, wenn ein Altersvorsorgevertrag etwas unflexibel ist, denn das Geld soll ja eigentich für die Rente sein und für nichts anderes.

So, das waren die drei Versicherungen, die jeder haben sollte. Ich hoffe, mein erster Podcast hat dir gefallen. Wenn du Fragen oder Anmerkungen hast, schreib’s mir gerne in die Kommentarfunktion, ich freu mich drüber. Bis dahin tschüß und bis zum nächsten Mal!

2 Kommentare

  1. Julia Scholz sagt

    Hey Viktor
    Hier ist Julia, die Freundin von Conny.Ich hab mir eben den Podcast durchgelesen…du hast wirklich ein Talent zu schreiben.Super verständlich dargestellt.
    Ganz lieber Gruß aus der Schweiz! Und viel Erfolg mit eurem Startup!

    1. Viktor Becher sagt

      Danke für das Lob und die guten Wünsche! 🙂

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