Diagnose Prostatakrebs – ein Erfahrungsbericht

Gestern war meine Welt noch in Ordnung und dann änderte sich schlagartig alles. Ich denke dieser Satz beschreibt meine damalige Situation auf den Punkt. Mein Name ist Andreas, ich bin 46 Jahre jung, verheiratet und habe drei Kinder. Ich lebe mit meiner Familie in einem Haus mit Garten, im Speckgürtel von Berlin. Ich bin in der IT Branche tätig, verdiene sehr gut und bin damit auch der “Hauptverdiener” in der Familie. Meine Frau arbeitet in Teilzeit, um unseren Kindern mehr Zeit schenken zu können. Damit erfüllen wir das typisch deutsche Klischee – und wir sind glücklich damit. Was aber, wenn plötzlich Krankheit den Alltag bestimmt und die vermeintliche Sicherheit, die Unbesiegbarkeit schwindet?

Unerwartet und ein harter Schlag – Diagnose Prostatakrebs

Ich erhielt meine Krebsdiagnose vor 9 Monaten – Prostatakrebs. Mein Hausarzt überwies mich im Zuge eines Gesundheits-Check-Ups zu einem Urologen. Ich hätte nun ein Alter erreicht, in welchem die Prostatakrebs-Vorsorge wichtig sei. Natürlich war ich von dieser Information wenig begeistert. Ich gehörte zu den Männern, die weder über Krebsvorsorge nachdachten, noch ambitioniert waren ihre Prostata untersuchen zu lassen. Dieses Thema hatte keinen Platz in meinem Alltag, gesprochen wurde in meinem Umfeld nicht darüber.

Die Überweisung legte ich erst einmal beiseite. Ich fühlte mich stark und gesund. Ergo warum unnötige Untersuchungen durchführen?! Der Zettel lag unberührt 3 Wochen auf meinem Schreibtisch herum. Meine Frau erinnerte mich immer wieder daran, dort einen Termin zu vereinbaren. Schließlich sei es doch nicht schlimm, auch die Prostata checken zu lassen. Nunja ich hatte da ganz andere Gedanken.

Kurzum: Ich vereinbarte einen Termin. Das ärztliche Abtasten der Prostata fühle sich gar nicht so schlimm an, wie in meinem Kopf zuvor ausgemalt. Es ging sogar ziemlich zügig vonstatten.
Danach wurde mir Blut abgenommen, um einen PSA-Test durchführen zu können.

PSA-Test = Prostata-spezifische Antigen, ist ein Eiweißstoff, welcher nur in der Prostata gebildet wird und der Sperma-Verflüssigung dient. Ein PSA-Normalwert zwischen 0 und maximal 3 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) Blut gilt als unauffällig. Je erhöhter der PSAWert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Erkrankung der Prostata vorliegt.

Einen erhöhten PSA-Wert ohne Erkrankung der Prostata gibt es nicht

Entgegen aller Erwartungen teilte mir mein Urologe mit, das mein PSA Wert sehr auffällig sei und bei 5 läge. Ich verstand erst mal gar nichts. Wie auch?! Er erklärte mir eindeutig, dass es keinen erhöhten PSA-Wert ohne Erkrankung der Prostata gibt. Es folgte ein MRT, bei welchem zwei Auffälligkeiten entdeckt wurden. Bis dahin ließ ich keinerlei Gedanken und Emotionen aufkommen. Ich verdrängte einfach alles. Mit dieser Nachricht allerdings war ein weiteres Verdrängen unmöglich. Mein erster Gedanke – scheiße du wirst sterben! Der zweite – was wird aus meiner Familie?

Eine zermürbende Zeit – ein Wechsel aus Arztbesuchen und Warten.

Ab diesem Moment ging ich nicht mehr arbeiten. Zwischen MRT und anstehender Biopsie (Gewebeentnahme) lagen knapp 10 Wochen. Eine zermürbende Zeit – ein Wechsel aus Arztbesuchen und Warten.
Ich kalkulierte unsere finanziellen Rücklagen und berechnete die Höhe des Krankengeldes, für den Fall das ich langfristig nicht mehr arbeiten gehen konnte. Ehrlicherweise ging ich nicht mehr von einem positiven Ergebnis der Biopsie aus, sprachen die ersten Ergebnisse bereits komplett dagegen.

Finanzieller Druck und Verantwortungsgefühl für meine Familie begleiteten mich Tag für Tag.

Mein Job ist eine feste Säule in meinem Leben, gibt mir Stabilität und auch definiere ich mich darüber – unabhängig von der finanziellen Sicherheit. Ich liebe meinen Job und wollte mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn diese feste Säule wegbricht. Natürlich hat all das wenig wert, wenn  Körper und Geist nicht gesund sind. Ich versuchte mich aufs Gesundwerden zu konzentrierten. Der finanzielle Druck und das Verantwortungsgefühl für meine Familie begleiteten mich dennoch Tag für Tag.

Schwarz auf Weiß

Die Biopsie bestätigte das eingangs befürchtete Prostatakarzinom. Einige Tage später hielt ich den Befund schwarz auf weiß in meinen Händen. Für solch einen Fall war ich finanziell abgesichert. Meine Frau schloss für uns 2019 eine Krebsversicherung bei der Firma Getsurance ab.

„Es gibt inzwischen spezielle Krebsversicherungen, die bei entsprechender Diagnose schnell und unkompliziert die vorher vereinbarte Versicherungssumme auszahlen.” – Focus Money

Ich reichte den Befund und die Unterlagen meiner Krankenkasse ein und bekam innerhalb einer Woche 50.000 Euro ausgezahlt. Alles lief reibungslos und zu meinem Erstaunen sehr schnell ab. Die Auszahlung aus der Versicherung nahm mir die Last des finanziellen Drucks – der trotz meiner gesundheitlichen Umstände blieb. Damit konnten wir die laufenden Kreditraten für das Haus weiterhin decken und mein fehlendes Gehalt ausgleichen. Ich bezog ab der siebten Woche meiner Krankschreibung Krankengeld. Plötzlich mit 30% weniger Gehalt auszukommen, war keine leichte Hürde. Die Zuzahlungen für Medikamente und Krankenhausaufenthalte, Fahrtkosten machten es nicht einfacher.

Die Höhe des Krankengeldes liegt bei 70 Prozent des Bruttoverdienstes (§ 47 SGB V). Die maximale Bezugsdauer liegt bei 72 Wochen.

Die nächsten Behandlungsschritte

Ich wurde operiert und meine Prostata wurde vollständig entfernt, auch radikale Prostatektomie genannt. Mir wurde ein Katheter über die Harnröhre in meine Blase eingeführt. Keine schöne Situation. Dieser konnte nach acht Tagen entfernt werden, alles war “dicht”. Das Krankenhaus durfte ich nach zehn Tagen Aufenthalt verlassen. 

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Jedes Jahr erhalten 60.000 Männer die Erstdiagnose. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 90%.

Danach war eine Reha geplant. Mein Reha-Aufenthalt dauerte länger als ursprünglich geplant. Mein Körper brauchte diese Zeit und ich gab ihm diese. Insgesamt war ich 6 Wochen auf Reha. Genauso wichtig war es auch das Ganze mental zu verarbeiten. Die ersten Wochen und auch über die Op hinaus habe ich nur funktioniert. Funktioniert für mich und für meine Familie. In der Reha, völlig ohne Ablenkung des Alltags, wurde mir erst richtig bewusst, was diese Diagnose mit mir machte und wie viel Glück ich hatte. Die therapeutischen Gespräche auf der Reha halfen mir dabei alles aufzuarbeiten, tägliches Beckenbodentraining begleitete mich ebenso.

„Jeder Fünfte schafft es laut der Deutschen Ren­ten­ver­si­che­rung nicht, bis zur Altersrente zu arbeiten, sondern bezieht Er­werbs­min­de­rungs­ren­te.“ – finanztip

Insgesamt war ich 9 Monate außer Gefecht gesetzt. Die Wiedereingliederung bei meinem Arbeitgeber war erfolgreich. Ich bin dankbar dafür überhaupt noch arbeiten zu können. In meiner Reha-Zeit begegneten mir Krebspatienten, die weniger Glück hatten, bis auf Weiteres aufgrund der Spätfolgen nicht mehr arbeiten gehen können, und von einer kleinen Erwerbsminderungsrente leben müssen.

Die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente liegt bei 830 Euro. – Zahlen, Daten und Fakten der Rentenbestandsstatistik 2019

Krebsfrei

In Summe hatte ich riesiges Glück. Mein Tumor wurde frühzeitig erkannt und der Krebs ist nicht metastasiert (Verbreitung der Krebszellen in andere Körperregionen). Der Krebs war lokal auf meine Prostata begrenzt, so die Erläuterungen meines Arztes. Damit blieb mir eine Chemotherapie erspart.

Solange der Prostatakrebs in frühen Stadien diagnostiziert wird und noch keine Metastasen (Tochtergeschwülste) gebildet hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er durch eine komplette operative Entfernung heilbar ist.” – prostata.de

Früh erkannt ist Krebs besser heilbar.

Frühzeitige Krebs-Vorsorge ist wichtig. Einer der Gründe weshalb ich meine Erfahrungen öffentlich teile. Mein Umfeld, mich eingeschlossen, setzte sich mit diesem Thema nicht auseinander. Verdrängung und Scham trugen sicherlich dazu bei. Typische Symptome für Prostatakrebs gibt es im Frühstadium selten bis gar nicht. Ich selbst hatte auch keinerlei Beschwerden und hätte ohne das Wahrnehmen der Vorsorgeuntersuchung nichts von meiner Erkrankung bemerkt. Deshalb ist die jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung der Prostata umso wichtiger. Je früher der Krebs erkannt wird, desto größer sind letztlich die Heilungschancen.

Ab dem 45. Lebensjahr hat jeder gesetzliche Versicherte Anspruch auf eine jährliche Tastuntersuchung der Prostata. Diese erfolgt durch den Enddarm. Medizinisch wird die Tastuntersuchung auch als digital-rektale Untersuchung (DRU) bezeichnet. Mit dieser Untersuchung können nur oberflächliche und größere Karzinome gefunden werden. Kleine Tumore bleiben dabei unentdeckt. Deshalb wird zusätzlich der PSA-Test durchgeführt. Männer mit familiärer Vorbelastung haben bereits ab dem 40. Lebensjahr Anspruch auf eine kostenlose jährliche Untersuchung der Prostata.

Mein Appell – unbedingt finanziell vorsorgen

Mein Appell aus eigener Erfahrung – finanzielle Vorsorge ist genauso wichtig, wie das rechtzeitige Wahrnehmen der Krebsvorgeuntersuchungen. Die Krebsversicherung von Getsurance kann ich aus eigener Erfahrung empfehlen. Die Versicherungssumme stand mir schnell zur Verfügung. Die Summe war an keine Behandlungsform geknüpft. Ich konnte frei entscheiden, wofür ich das Geld ausgebe.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung habe ich nicht. Ich dachte in meinen Bürojob sei dies unnötig. Heute weiß ich, dass ich damit falsch lag. Ich kann wieder arbeiten, aber was wäre gewesen, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre?! Die staatliche Erwerbsminderungsrente reicht zum Leben nicht aus. Aufgrund meiner Erkrankung kann ich heute keine BU mehr abschließen. Daher bleibt nur eins – positiv denken und gesund bleiben!

„Die staatliche Absicherung für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, reicht für den Lebensunterhalt selten aus.” – finanztip

Wie hoch soll die Absicherung sein?

  • Auch im Leistungsfall TOP!

    „Die Beantragung der Versicherung war absolut „easy“ und die Versicherungsbedingungen sind sehr verständlich und übersichtlich umgesetzt. Hier findet man nicht das sonst übliche „Kleingedruckte“. Was aber viel wichtiger ist: Im Laufe diesen Jahres ist bei mir leider der Leistungsfall eingetreten. Absolut unkompliziert und schnell reagierte das Team der Getsurance und stellte die zugesagten Zahlungen umgehend zur Verfügung. Mein Dank gilt dem gesamten Getsurance Team für die persönliche und gute Betreuung!“ – Kundenbewertung auf Trustpilot
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Zahlt eine monatliche Rente bis zum Renteneintritt. 

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