Tod trotz Chemo: Diese Stars haben den Kampf gegen den Krebs verloren

Quelle: Envato Elements

Der Tod durch Krebs scheint für Personen, die ein aufregendes Leben im Schein­werfer­licht ver­bracht haben, fast schon zu banal. Und doch zeigt uns der Krebs­tod von Prominenten und Stars nur einmal mehr, dass der Krebs vor niemandem Halt macht. Wir erzählen die Geschichte von sieben berühmten Menschen und ihrem Kampf gegen unter­schied­lichste Krebs­arten, den sie nach meist schweren Chemo­thera­pien letzt­endlich verloren haben.

David Bowie

David Bowie ist 2016 im Alter von 69 Jahren an Leber­krebs ver­storben. Sein Kampf von der Diagnose bis zu seinem Tod dauerte ander­thalb Jahre. Lange hatte Bowie nur seinen Freund und Produ­zenten in sein Krebs­leiden einge­weiht. Er wollte für seine Fans stark sein und hat um sein Leben gekämpft – als Mensch und als Musiker. Während seiner Chemo­thera­pie hat Bowie weiter an einem neuen Album gear­beitet und stand regel­mäßig auf der Bühne. Die körper­liche Schwäche wurde aber bald unmöglich zu ver­heim­lichen. Nach einer Chemo­sitzung sind ihm alle Haare und Augen­brauen ausge­fallen. Spätestens da war es an der Zeit, es den Band­mit­gliedern zu sagen. 2016 – nach insgesamt 18 Monaten Kampf – erliegt Bowie dem Krebs. In seinem letzten Album von 2015 finden sich viele An­spie­lungen auf den Tod wieder.

Alan Rickman

Bei Alan Rickman wird 2015 bei einer Unter­suchung nach einem leichten Schlag­anfall Bauch­speichel­drüsen­krebs entdeckt. Zu diesem Zeit­punkt ist auch er, ebenso wie Bowie, 69 Jahre alt. Der bekannte britische Schau­spieler, den wir unter anderem aus Tatsächlich…Liebe und aus den Harry Potter-Filmen als Professor Snape kennen, galt privat als lebensfroher und humor­voller Mensch. Erst ein Jahr zuvor hatte er seine Lebensgefährtin nach 50 Jahren Beziehung geheiratet. Dieses positive Bild wollte Rickman bis zum Schluss bewahren – und so wussten nur seine engsten Vertrauten von dem Krebs­leiden, dem er im Januar 2016 nur wenige Monate nach der Diagnose erlag.

Miriam Pielhau

Miriam Pielhau war seit vielen Jahren aus der Fern­seh­land­schaft nicht wegzu­denken. Die meisten kennen sie als Moderatorin von Taff und Big Brother. Sie erhielt ihre erste Brust­krebs­diagnose im Jahr 2008. Nachdem sie den Brust­krebs nach vier Chemo­thera­pien vermeint­lich besiegt hat und als geheilt galt, wurde sie außerdem zu einer Unter­stützerin der Stiftung Deutsche Krebs­hilfe. Doch dann der Schock: 2015 bekommt sie die Diagnose Lungen­krebs. Der Krebs lässt sich mit einer Chemo­therapie nicht besiegen. Sie versucht eine alter­native Heil­methode, von der sie sich die finale Heilung erhofft, doch auch diese bringt keinen Erfolg. Sie erliegt dem Leiden 2016 im jungen Alter von 41 Jahren.

Patrick Swayze

Als Frauen­held war Patrick Swayze aus Filmen wie Dirty Dancing und Ghost bekannt. Doch auch privat macht er durch seine Alkohol­sucht und schwere familiäre Schick­sals­schläge in seinen letzten Lebens­jahren immer wieder Schlagzeilen. Und dann kam auch noch die Diagnose Bauch­speichel­drüsen­krebs – eine Krebsart, die besonders häufig tödlich endet. Die Chemo­therapie beschrieb er in Interviews als „Hölle“, durch die er gehen muss. Doch Swayze kämpfte tapfer um sein Leben: Er wollte so lange durchhalten, bis Ärzte ein Mittel entwickelt haben, sagte er in einem Inter­view. Doch so viel Zeit blieb ihm leider nicht: 2009 erliegt er seinen Leiden.

Audrey Hepburn

Audrey Hep­burn wurde ihr Leben lang für ihre schau­spieler­ischen Leis­tungen in Filmen wie Frühstück bei Tiffanys und ihren unver­wechsel­baren Stil verehrt. Schon in den 1960er Jahren zog sie sich aus dem Film­geschäft zurück und widmete sich voll und ganz dem Familien­leben. Im Alter von 63 Jahren bekommt sie dann die schock­ierende Diagnose: Darm­krebs im End­stadium. Die Ärzte geben ihr noch maximal drei Monate zu Leben. Trotz­dem lässt sie sich operieren und unter­zieht sich einer Chemo­thera­pie – doch jede Hilfe kam zu spät. Im Januar 1993, nur zwei Monaten nach der Diagnose, siegt der Krebs.

Bob Marley

Für die Reggae-Legende Bob Marley kam die Krebs­diagnose sehr über­raschend: Er hatte sich 1977 beim Fuß­ball­spielen den Fuß leicht verletzt, bei der Unter­suchung wurde zufällig schwarzer Haut­krebs entdeckt. Gegen die dringend ange­ratene Trans­plantation des Zehs entschied sich der Künstler wohl aufgrund seines Rastafari-Glaubens. Unter der Chemo litt er sehr, besonders auch weil ihm seine Dread­locks ausfielen, die eng mit seinem Glauben verknüpft sind. Drei Jahre nach der Diag­nose bricht Marley beim Joggen zusammen – es hatten sich Metas­tasen in Leber, Lunge und Gehirn gebildet. Wenige Wochen später machte sich der Sänger auf den Weg in sein Heimat­land Jamaika, in das er zum Sterben zurück­kehren wollte. Sein Ziel hat er leider nicht mehr erreicht. Er starb 1981 in einem Kranken­haus in Florida im Alter von nur 36 Jahren.

Hannelore Elsner

Seit den 1960er Jahren hat sich Hannelore Elsner einen großen Namen in der deutschen Film­szene gemacht und gehört zu den bekannt­esten Schau­spieler­innen in Deutsch­land. Was während ihrer Lebzeit niemand wusste: Schon seit Jahr­zehnten kämpfte sie mit schweren Chemo­thera­pien gegen ihren wieder­kehrenden Brust­krebs an – und besiegte ihn auch immer wieder. Doch im Alter von 76 Jahren hatten die Metas­tasen auch andere Organe ange­griffen und so weit beschädigt, dass es diesmal keine Chance auf Heilung mehr gab. Am Oster­sonntag 2019 schläft sie friedlich in einem Münchener Kranken­haus ein.

Wenn Promi­nente an Krebs erkran­ken, bedeu­tet das auch für sie einen oft schweren Kampf. Um finan­zielle Probleme müssen sie sich dabei wenigstens keine Sorgen machen. Anders ist es bei Normalbürgern: Muss bei ihnen ein Tumor behandelt werden, verlieren sie oft ihr bis­heriges Einkommen – oder müssen sogar zusätz­liche Ausgaben stemmen. In diesen Fällen kann beispiels­weise der Härte­fonds der Deutschen Krebs­hilfe Unter­stützung an­bieten – allerdings nur dann, wenn tat­säch­lich Armut droht. Eine ein­kommens­unabhängige finan­zielle Vorsorge für den Fall einer Krebs­erkrankung bietet zum Bei­spiel die Get­surance Krebs-Ver­sicherung.

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