Ist eine private Unfall­versiche­rung sinn­voll? 6 Facts

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Ist eine private Unfall­versiche­rung sinn­voll? 6 Facts
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Die private Unfall­versiche­rung ist sinnvoll, wenn du ein erhöhtes Unfall­risiko in deiner Frei­zeit hast oder dir generell Sor­gen machst, durch einen Unfall in finanzielle Schwierig­keiten zu geraten. Die Ver­siche­rung zahlt dir dann nämlich Geld aus, mitunter mehrere Tausend Euro. Sie ist jedoch nicht für jedermann unein­ge­schränkt zu empfehlen. Für wen ist die Unfall­versiche­rung wichtig oder unwichtig? Das verraten wir dir hier!

Das musst du wissen:
  • Eine private Unfall­versiche­rung ist dann sinn­voll, wenn du ein erhöhtes Unfall­risiko in deiner Frei­zeit hast, bei­spiels­weise durch Hobbys wie Ski­fahren oder Reiten.
  • Möchtest du deine Arbeits­kraft absichern, ist eine Berufs­unfähig­keits­versiche­rung sinnvoller als eine Unfall­ver­siche­rung, da sie deutlich mehr Ursachen von Berufs­unfähig­keit abdeckt.
  • Kannst du keine andere Ver­siche­rung zur Ab­siche­rung deiner Arbeits­kraft erhalten, dann ist die Unfall­ver­siche­rung eine sinnvolle Alter­native für dich.

1) Eine Unfall­versiche­rung ist sinn­voll, …

… weil die gesetz­liche Unfall­versiche­rung nur bei Arbeits­unfällen zahlt.

Es gibt in Deutsch­land nicht nur die private, sondern auch die gesetzliche Unfall­ver­siche­rung. Diese zahlt dann Leis­tungen aus, wenn du einen Arbeits­unfall hast oder wenn dir ein Unfall auf dem Weg zur Arbeit passiert. Und das beste an ihr ist: Für sie musst du kein Geld bezahlen! Denn ihre Kosten übernimmt komplett dein Arbeit­geber. Übrigens sind nicht nur Arbeit­nehmer, sondern auch Auszu­bildende von dieser gesetz­lichen Ver­siche­rung abgedeckt. Selbst wenn einem Schüler in der Schule oder einem Studenten auf dem Weg zur Uni­versi­tät etwas passiert, springt die gesetzliche Unfall­ver­siche­rung ein.

Selbst­ständige und Unter­nehmer sind meistens nicht auto­matisch durch eine gesetz­liche Unfall­versiche­rung geschützt. Sie können dieser entweder frei­willig beitreten oder sich gleich privat für Un­fälle aller Art absichern, auch für solche, die in der Frei­zeit passieren.

Häufigkeit von Arbeits- und Freizeitunfällen

Allerdings gehen unfall­bedingte Verletz­ungen nur zu einem Teil auf Unfälle am Arbeits­platz oder im Straßen­verkehr zurück, wie du in der folgenden Grafik sehen kannst. Von insgesamt 9,77 Millionen Unfällen mit Ver­letzungs­folgen im Jahr 2014 passierten mit 7,04 Millionen fast drei Viertel in der Frei­zeit oder im Haushalt!

Anteile der Unfall­verletzten in Deutsch­land nach Unfall­kategorie 2014

Unfälle Kategorien - Tortendiagramm mit Anteilen von Unfallorten

*Quelle: Statista 2017

So schön es auch ist, für umsonst gegen die Folgen von Arbeits­unfällen geschützt zu sein: Diese Ab­siche­rung deckt nur einen Teil deines Lebens ab, weshalb du diese Lücke mit einer privaten Ver­siche­rung füllen kannst. Das geht mit einer privaten Unfall­versiche­rung, welche bei allen Unfällen zahlt, egal, wo sie passieren. Eine Berufs­unfähig­keits­versiche­rung (BU) bietet dir jedoch noch mehr Schutz: Sie zahlt dir immer dann eine Rente aus, wenn du deinem Beruf nicht mehr nach­gehen kannst. Mehr dazu weiter unten.

2) Eine Unfall­ver­siche­rung ist sinn­voll, …

… wenn du einem risiko­reichen Hobby nach­gehst.

Du liebst es, im Winter die steilen, ver­schneiten Pisten der Alpen hinunter zu rasen? Oder es zieht dich schon zu Frühlings­beginn auf den Motorrad­sattel? So viel Freude sie dir auch bringen – manche Hobbys haben leider ein erhöhtes Unfall­risiko. Als Eishockey­spieler sind Knochen­brüche leider keine Selten­heit und auch Mountain­biker können sich verletzen, wenn sie bei ihren Touren stürzen. Hast du bei deinen Hobbys ein erhöhtes Unfall­risiko, so solltest du auf jeden Fall darüber nachdenken, eine Unfall­versiche­rung abzu­schließen.

Bei diesen Risikosportarten kann die Unfall­versiche­rung auch dann nützlich sein, wenn du deine Arbeits­kraft bereits mit einer BU abgesichert hast. Gerade bei schweren Unfällen kommt es nämlich nicht nur zu einem Ein­kommens­ausfall. Oft sind auch zusätzliche Reha­bilitations­maßnahmen, der Wechsel in eine behinderten­gerechte Wohnung oder An­schaffungen wie ein Roll­stuhl nötig. Diese Kosten deckt eine Unfall­versiche­rung mit einer Einmalzahlung nach dem Un­glücks­fall ab, wenn du dauerhaft körper­lich beein­trächtigt bist, was in der Regel ab drei Jahren der Fall ist. Wenn du im Ernst­fall bereits eine BU-Rente erhalten würdest, kannst du für den Unfall­schutz ruhig eine niedrigere Versicherungssumme vereinbaren. Übrigens, vor Abschluss einer Versicherung hilft es dir, die Unfall­versicherung mit einem Test zu vergleichen.

Ist eine Unfall­versiche­rung für Kinder sinnvoll?

Vielleicht hast du einen Sohn oder eine Tochter, die passio­nierte Reiterin ist oder gerne Ski fährt. Dann ist eine Unfall­versiche­rung auch für dein Kind sinnvoll, weil diese Hobbys ein höheres Unfall­risiko mit sich bringen. Viele Ver­siche­rer haben spezielle Produkte für junge Menschen im Angebot. Manchmal ist es auch möglich, die ganze Familie mit einem einzigen Ver­trag gegen Unfälle abzusichern. Wenn du deinen Nachwuchs gegen jede Art von Behinde­rungen absichern möchtest – auch solche, die durch Krankheiten entstehen – kann eventu­ell eine Kinder­invaliditäts­versiche­rung interessant sein, welche jedoch deutlich teurer ist.

Ist eine Unfall­versiche­rung sinnvoll für Rentner? In höherem Alter sind Extrem­sportarten zwar weniger angesagt, allerdings lauern dann bereits im Alltag größere Gefahren. Da reicht es schon aus, über die Teppich­kante zu stolpern, um sich den Ober­schenkel­hals zu brechen. Von daher können auch für Rentner die Leistungen eines privaten Unfall­schutzes attraktiv sein.

3) Eine Unfall­versiche­rung ist sinn­voll, …

…wenn du dir Sorgen wegen schweren Unfall­folgen machst.

Ob es auf der Straße gekracht hat oder du von der Leiter gefallen bist: Du kannst froh sein, wenn du bei einem Unfall mit ein paar Schrammen und Kratzern davon gekommen bist. Manchmal können Unfälle auch ernste Folgen haben. Das folgende Diagramm zeigt dir, was die häufigsten schweren Behinde­rungen sind, die durch Unfälle verursacht wurden:

Durch Unfall schwer­behinderte Menschen 2013 nach Art der schwersten Be­hinde­rung
Unfall Behinde­rungen - Diagramm mit häufigen schweren Behinde­rungen nach Unfällen
*Quelle: Statista 2017

Es fällt auf, dass bei Unfällen vor allem Glied­maßen sowie Gehirn und Rücken­mark betroffen sind, Schä­den an den Sinnen und inneren Organen sind deutlich seltener. Zum Glück ist es recht selten, dass du nach einem Unfall so stark einge­schränkt bist. Wenn es dich dennoch erwischt, kann dies dein bisheriges Leben auf den Kopf stellen – und viel Geld kosten. Sorgst du dich vor großen finanziellen Unfall­folgen, kann eine Unfall­versiche­rung dafür sorgen, dass du nachts besser schlafen kannst.

Wieviel Geld zahlt dir die Ver­siche­rung nach einem Unfall?

Die Geld­summe, die dir dein Ver­sicherer nach einem Unfall auszahlt, hängt davon ab, wie stark deine Invali­dität ist. Du kannst sie fol­gender­maßen ermitteln:

  • Allen wichtigen Körper­teilen ist in den Ver­siche­rungsbeding­ungen ein bestimmter Prozent­satz zugeordnet, die sogenannte Glieder­taxe. Ein Fuß hat beispielsweise eine Gliedertaxe von 40 Prozent.
  • Ist dein Fuß nach einem Unfall zur Hälfte einge­schränkt, so wird dessen Glieder­taxe mit 50 Prozent multi­pliziert. Damit bist du insgesamt zu 20 Prozent eingeschränkt.
  • Sind mehrere Körper­teile beeinträch­tigt, werden die einzelnen in Prozent ausgedrückten Ein­schrän­kungen zusammen­gezählt. Hast du zusätzlich einen Zeige­finger mit einer Glieder­taxe von 10 Prozent verloren? Dann hast du einen gesamten Invaliditäts­grad von 30 Prozent.
  • Wieviel Geld bekommst du nun von der Ver­siche­rung? Im Vertrag legst du eine bestimmte Ver­siche­rungs­summe fest, die auch als Grund­invalidi­täts­summe bezeichnet wird. Diese Summe wird mit deinem Invalidi­tätsgrad multi­pliziert. Steht in deinem Vertrag bei­spiels­weise eine Ver­siche­rungs­summe von 140.000 Euro, so erhältst du in unserem Beispiel nach dem Unfall 42.000 Euro von der Ver­siche­rung. Dies sind nämlich genau 30 Prozent von 140.000.

Eine Unfall­ver­siche­rung mit Rente ist nicht sinnvoll. Bei diesen Ange­boten zahlt die Unfall­renten­versiche­rung nämlich meist erst bei einem Invalidi­tätsgrad von 50 Prozent, während du die Einmal­zahlung bei einer guten Unfall­ver­siche­rung bereits ab einem Prozent Invali­dität erhältst. Es ist besser, wenn du eine höhere Ver­siche­rungs­summe vereinbarst und damit im Ernst­fall eine höhere Einmal­zahlung erhältst, aus der du dich über längere Zeit hinweg bedienen kannst.

4) Eine Unfall­versiche­rung ist sinn­voll, …

…wenn du deine Arbeits­kraft nicht ander­weitig absichern kannst.

Deine Arbeits­kraft ist ein sehr kostbares Gut: Wenn du nach einem Unfall oder einer schweren Krankheit deinem bisherigen Beruf nicht mehr nachgehen kannst, geht dir ein Teil deines bisherigen Einkommens verloren. Dagegen solltest du dich auf jeden Fall absichern, um deine Finanzen und damit deinen Lebens­standard aufrecht­zuerhalten.

Für deine Arbeits­kraft empfehlen wir dir eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung (BU):

  • Sie zahlt dir eine Rente aus, wenn du deiner Ar­beit für längere Zeit (meist sechs Monate) nicht mehr nachgehen kannst.
  • Berufs­unfähig bist du dann, wenn du deinen bis­heri­gen Beruf nur noch zur Hälfte oder noch weniger aus­üben kannst. Dies ist ent­weder die Hälfte der bis­heri­gen Ar­beits­zeit oder die Hälfte der bisher ange­falle­nen Arbeit.
  • Eine BU zahlt sowohl dann, wenn du wegen einem Un­fall berufs­unfähig bist, als auch bei kör­per­lichen und psychi­schen Krank­heiten sowie Kräfte­verfall. Damit schützt sie dich viel um­fassen­der als eine Unfall­ver­siche­rung.

Die Ver­braucher­­zentrale em­pfiehlt, eine Absiche­rung gegen Unfälle dann ab­zuschlie­ßen, wenn du wegen deines Berufes oder wegen Vor­erkran­kungen überhaupt keine BU erhalten kannst. In diesen Situa­tionen ist eine Unfall­­ver­­siche­­rung sinnvoll als Ersatz für eine BU.

Nicht jede Ver­siche­rung lehnt Men­schen wegen Vor­erkran­kungen ab. Die Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung Get­surance Job zum Bei­spiel gibt es in drei ver­schie­denen Leis­tungs­paketen. Das Paket Basic können auch Personen bekommen, die schwere körper­liche Vor­erkran­kungen haben, und auch für Menschen mit risiko­reichen Berufen ist es er­schwing­lich. Es zahlt dir eine Rente aus, wenn du wegen eines Unfalls berufs­unfähig wirst. Im Gegen­satz zu einer Unfall­ver­siche­rung erhältst du dann nicht nur einen Teil der Ver­siche­rungs­summe, sondern die volle Berufs­unfähig­keits­rente, die du verein­bart hast.

5) Eine Unfall­versiche­rung ist nicht sinn­voll, …

…wenn du in deiner Freizeit kein besonderes Unfall­risiko hast.

Riskante Sport­arten sind nicht jedermanns Sache. Manche Leute begnügen sich beispiels­weise damit, die bunte Tierwelt des Korallen­riffs beim Schnorcheln zu betrachten anstatt Tauchen zu gehen, was mit deutlich höheren Gesund­heits­risiken verbunden ist. Wenn du kein besonderes Risiko für einen Unfall in der Freizeit hast, lohnt es sich in der Regel nicht, eine eigene Unfall­versiche­rung abzu­schließen, sofern du deine Arbeits­kraft anderweitig versichert hast.

Eine BU bietet dir nämlich einen deutlich umfang­reicheren Schutz als eine reine Versicherung gegen Unfälle. Sie zahlt nämlich auch bei anderen Ursachen von Berufs­unfähig­keit. Du kannst nämlich auch wegen Erkrankungen berufs­unfähig werden, wie psychischen Problemen oder Krank­heiten des Skelett- und Bewegungs­apparates. In diesen Fällen zahlt ein Unfallschutz nichts. Deshalb ist die BU im Vergleich zu einer Unfall­versiche­rung deutlich sinnvoller, weil sie wesentlich mehr Fälle abdeckt und damit einen umfang­reicheren Schutz bietet. Und sie greift ja sowieso auch bei Unfällen, sofern du infolge eines Unfalls nicht mehr deiner bisherigen Arbeit nachgehen kannst.

Eine einfache Versiche­rung gegen Unfälle – ohne Extras – kannst du bereits zu Kosten von 8 bis 12 Euro pro Monat erhalten, je nach Beruf. Eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr ist nicht sinnvoll: Hier erhältst du zwar deine einge­zahlten Beiträge zurück, wenn die Versicherung endet und es nicht zum Leistungsfall kam. Allerdings sind die Beiträge deutlich höher und lohnen sich bei den niedrigen Zinsen nicht.

6) Eine Unfall­versiche­rung ist nicht sinn­voll, …

… wenn du deine Familie für deinen Todes­fall absichern möchtest.

Wenn du eine Familie hast und ihr Haupt­versorger bist, möchtest du einen Unfall­schutz vielleicht gar nicht für dich alleine abschließen. Womöglich geht es dir vor allem darum, dass deine Familie eine finanzielle Absicherung hat, falls du bei einem Unfall ums Leben kommen solltest. Für diesen Fall haben viele Versicherungen in ihren Bedingungen tatsächlich eine eigene Klausel für Leistungen im Todes­fall. Wenn du innerhalb einer bestimmten Zeit (meist ein Jahr) den Folgen eines Unfalls erliegst, würden deine Hinterbliebenen die Ver­sicherungs­summe erhalten, welche du im Vertrag vereinbart hast.

Unfälle machen jedoch nur einen Teil aller Todes­fälle aus. Im Jahr 2014 waren in Deutsch­land Unfälle für gerade einmal 2,4% aller Tode direkt verant­wortlich. Bei den 20- bis 24-Jährigen waren es immerhin 32%, was jedoch immer noch eine Minderheit ist (Statista 2017). Es empfiehlt sich demnach nicht, nur wegen der Todes­fall­leistung eine Unfall­versiche­rung der Familie zuliebe abzu­schließen. Sinnvoll ist da viel mehr eine Lebensversicherung, weil sie bei allen Todesfällen zahlt. Wir empfehlen dir von den verfügbaren Produkten die Risiko­lebens­versiche­rung. Hierbei zahlst du regelmäßig einen bestimmten Betrag an die Versiche­rung. Dafür erhält deine Familie im Ernst­fall eine vorher vereinbarte Summe, die in der Regel mindestens 100.000 Euro beträgt.

Häufige Fragen

  • Wann ist eine Unfall­ver­siche­rung sinn­voll oder nicht?

    Eine solche Versiche­rung zahlt ihre Leistungen dann aus, wenn Unfälle passieren, welche dich dauerhaft körperlich beein­trächt­igen. Deshalb ist sie in erster Linie für Personen interessant, die in ihrer Freizeit ein erhöhtes Unfall­risiko haben, bei­spiels­weise durch Risiko­sportarten wie Tauchen oder Skifahren. Dann kann sich der Abschluss einer solchen Unfall­versiche­rung lohnen. Wann ist sie sinn­voll, wenn du deine Arbeits­kraft absichern möchtest? Als Ausgleich für den Ein­kommens­verlust nach einem Unfall eignet sich die BU besser, weil sie ihre Leistungen auch dann auszahlt, wenn du durch Krank­heiten körperlich beeinträchtigt wirst.
  • Wie sinnvoll ist eine Unfall­versiche­rung für Menschen, die schon eine BU haben?

    Eine Unfall­versiche­rung lohnt sich nicht für jeden. Gerade dann, wenn du bereits durch eine BU abgesichert bist, solltest du dir gut überlegen, ob eine zusätzliche Unfall­versiche­rung nötig oder eher unnötig ist. Wenn du in deiner Freizeit risiko­reich unterwegs bist oder dir generell Sorgen machst, kann eine Absicherung mit Unfall­versiche­rung und Berufs­unfähig­keits­versiche­rung sinnvoll sein. Die Kosten für die Behandlung deiner Ver­let­zungen übernimmt sowieso die Kranken­versicherung.
  • Braucht man eine Unfall­versiche­rung als Selbst­ständiger oder Unter­nehmer?

    Im Gegensatz zu Ange­stellten oder Auszu­bildenden bist du als Selbst­ständiger oder Unter­nehmer in der Regel nicht automatisch durch die gesetz­liche Unfall­versicherung abgesichert. Von daher solltest du dich auf jeden Fall privat gegen Unfälle am Arbeits­platz und in deiner Freizeit absichern. Am besten eignet sich dafür die Berufs­unfähig­keits­versiche­rung oder Alternativen wie die Erwerbs­unfähig­keits- oder Grund­fähig­keits­versiche­rung. Kannst du keinen (bezahlbaren) Vertrag für diese Ver­siche­rungen abschließen, bietet dir eine Unfall­versiche­rung immerhin eine Absicherung für Berufs­unfähig­keit infolge von Unfällen.
  • Wo finde ich einen geeigneten Unfall­schutz für mich?

    Wenn du eine geeignete Absiche­rung für dich suchst, verwendest du am besten den Rechner auf unserer Seite, der die passendsten Angebote für dich aussucht. Alter­nativ dazu kannst du auch einen Test lesen, um heraus­zu­finden, welche Unfall­versiche­rung für dich sinnvoll ist. Die Stiftung Waren­test hat in ihrer Zeit­schrift Finanz­test mehrere Anbieter von Unfall­versiche­rungen einem Preis­ver­gleich unterzogen. Auch der Vergleich des Analyse­hauses Franke und Born­berg kann dir zeigen, welches Angebot für dich besonders günstig ist.
  • Wann ist eine Kinder­unfall­versiche­rung sinnvoll?

    Viele Anbieter haben einen speziellen Unfall­schutz für Kinder im Angebot. Dieser lohnt sich vor allem dann, wenn dein Nachwuchs Hobbys nachgeht, die tatsächlich ein erhöhtes Unfall­risiko mit sich bringen.
  • Ist eine Unfall­versiche­rung für Rentner sinnvoll?

    Im höheren Alter ist der Körper oft geschwächt und nicht mehr so gut zu beherr­schen. Deshalb können auch kleine Stürze im Alltag schwerere Folgen haben als in jungen Jahren. Viele Versicherer bieten daher eine spezielle Unfall­versiche­rung für Senioren an. Ob sinnvoll oder nicht, hängt hier von den konkreten Lebens­umständen und der körper­lichen Verfassung ab.
  • Kann man die Unfall­versiche­rung von der Steuer absetzen?

    Deren Beiträge sind tatsäch­lich steuerlich absetzbar. Wo du sie jedoch in der Steuererklärung eintragen musst, hängt davon ab, was für eine Art von Vertrag du abgeschlossen hast. Handelt es sich ausschließ­lich um eine Versiche­rung gegen Arbeits­unfälle, sind die Beiträge zu 100% als Werbungs­kosten absetzbar. Eine Versiche­rung gegen alle Unfälle – auch in der Freizeit – kann zu 50% als Werbungs­kosten und zu 50% als Vorsorge­aufwen­dungen abgesetzt werden.

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