Die Höhe der Erwerbs­minderungs­rente – Wie viel zahlt dir der Staat?

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Die Höhe der Erwerbs­minderungs­rente – Wie viel zahlt dir der Staat?
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Auch wenn du lieber nicht daran denken magst, Unfälle können täglich passieren. Stell dir nur vor, du stürzt mit dem Fahrrad und verletzt dich so schwer, dass du nicht mehr arbeiten kannst. Auch psychische Krankheiten können dich dazu zwingen, deinen Job aufzugeben. Dein Einkommen fällt dann weg. Damit du in solchen Fällen deinen Lebensunterhalt trotzdem bestreiten kannst, springt die staatliche Erwerbsminderungs­rente ein. In diesem Artikel erklären wir dir, unter welchen Umständen du die Erwerbs­minderungs­rente erhältst, wie viel Geld sie dir zahlt (nicht sehr viel!) und welche Zusatz­versicherungen dir helfen können.

Das musst du wissen:
  • Du bekommst eine staatliche Erwerbs­minderungs­rente, wenn du nicht mehr oder nur noch wenige Stunden am Tag arbeiten kannst.
  • Es gibt eine volle und eine halbe (teilweise) Erwerbs­minderungs­rente.
  • Die Erwerbs­minderungs­rente ist jedoch meist sehr gering, so dass wir dir empfehlen, eine Zusatz­versicherung abzuschließen.

Was ist eine Erwerbs­minderungs­rente?

Die Erwerbs­minderungs­rente (auch: EM-Renteist eine monatliche Zahlung (Rente), für die die gesetzliche Rentenversicherung aufkommt. Als erwerbsgemindert giltst du, wenn du nur noch weniger als 6 Stunden täglich arbeiten kannst. Vor der Renten­reform 2001 bestand der staatliche Schutz aus einer gesetzlichen Berufs­unfähigkeits­rente und einer Erwerbs­unfähigkeits­rente. Dieses System wurde dann ersetzt durch die heutige „zweistufige Rente“, die Erwerbs­minderungs­rente. Zweistufig meint, dass es eine teilweise und eine volle Erwerbsminderung gibt. Interessant: Der Staat nimmt also an, dass man nicht mehr berufs- oder erwerbsunfähig sein kann, sondern nur noch erwerbsgemindert.

Zudem gibt es eine Unterscheidung zwischen Menschen, die vor 1961 und denen, die ab 1961 geboren wurden. Ist man vor 1961 zur Welt gekommen, hat man Anspruch auf eine staatliche Unter­stützung, wenn man seinen erlernten Beruf oder einen gleichwertigen Beruf nicht mehr ausüben kann. Du bist höchst­wahr­scheinlich nach 1961 geboren, da sieht die Sache schon anders aus: Du erhältst nur dann eine Erwerbs­minderungs­rente, wenn du aufgrund gesundheitlicher Probleme gar keiner Arbeit mehr als sechs Stunden nachgehen kannst. Ganz gleich, ob du einen anderen Beruf findest oder nicht: Kannst du als Handwerker nicht mehr körperlich arbeiten, aber noch im Büro Tätigkeiten ausführen, bekommst du keine Erwerbsminderungsrente.

Auch die Höhe der Rente wird von verschiedenen Faktoren bestimmt. Sie ist in erster Linie abhängig davon, ob du voll oder teilweise erwerbsgemindert bist. Bei der teilweisen Erwerbs­minderung bekommst du logischerweise auch nur die halbe Erwerbs­minderungs­rente, während du bei voller Erwerbsminderung die volle Erwerbs­minderungs­rente erhältst. Eine höhere Rente gibt es meist nur von einer Zusatzversicherung, wie z.B. einer Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung, die du privat abschließen musst. Um dann eine BU-Rente zu erhalten, muss eine Berufs­unfähigkeit bei dir festgestellt werden. Zudem hast du zuvor monatlich Beiträge an den Versicherer gezahlt und somit einen Anspruch auf eine Berufs­unfähigkeits­rente erworben.

Du siehst: Die staat­liche Erwerbs­minde­rungs­rente ist kein voll­werti­ger Ersatz für dein Ein­kommen. Möch­test du er­fahren, wie du dich finan­ziell schützen kannst? Dann melde dich hier bei unserem E-Mail-Kurs „Insur­Guide“ an – und wir senden dir regel­mäßig wich­tige Infos zum Thema „Ein­kommen absi­chern“ zu:

Volle oder halbe Erwerbs­minderungs­rente?

Wenn du einen Antrag auf Erwerbs­­minde­rungs­­rente stellst, musst du logischer­weise erwerbsgemindert sein. Der Grad deiner Erwerbs­fähigkeit wird anhand der Arbeitsstunden, die du täglich leisten kannst, festgestellt:

  • Volle Erwerbsminderungsrente: Die erhältst du, wenn du nur noch weniger als 3 Stunden am Tag irgendeiner Beschäftigung nachgehen kannst.
  • Halbe Erwerbs­minderungs­rente: Wenn du noch zwischen 3 und 6 Stunden am Tag arbeiten kannst, bekommst du nur die Hälfte der Erwerbs­minderungs­rente.

Wonach richtet sich die Höhe der Erwerbs­minderungs­rente?

Theoretisch bekommt jeder, der einen Antrag auf Erwerbs­minderung­srente stellt und dieser bewilligt wird, eine Rente ausgezahlt. Eine Rente wegen Erwerbsminderung bekommst du jedoch nur in wenigen Fällen sofort. Damit du einen Anspruch auf Rente wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderung hast, müssen laut Deutscher Renten­versicherung zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Nachgewiesene medizinische Notwendigkeit: Du musst ärztliche Untersuchungen oder Gutachten vorlegen, die beweisen, dass du weder in deinem noch in einem anderen Beruf mehr als sechs Stunden täglich arbeiten kannst. Das kann mitunter ein langwieriger Prozess ein.
  • Erfüllung der Mindestversicherungszeiten: Du musst mindestens fünf Jahre in der Rentenversicherung versichert gewesen sein. Hinzu kommt: Stellst du einen Antrag auf Erwerbs­­minde­rungs­­rente, musst du in den letzten fünf Jahren mindestens drei Jahre Pflicht­beiträge gezahlt haben, wenn du die Rente tatsächlich erhalten willst. Berufs­anfänger, Azubis und Studenten haben also gar keinen Anspruch auf die Erwerbs­minderungs­rente! Sollten sie erwerbsunfähig werden, sehen sie keinen Cent vom Staat.

Die Wartezeit von fünf Jahren entfällt nur, wenn du aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Verletzung im Wehr- oder Zivildienst arbeitsunfähig wirst. Außerdem verzichtet dein Versicherungsträger auf die Wartezeit, wenn du eine Berufskrankheit erleidest, weil du beispielsweise jahrelang mit Asbest gearbeitet hast.

Beachte: Arbeitest du in der Selbstständigkeit, musst du dich freiwillig pflichtversichern und Beiträge zahlen, sonst erfüllst du eine der Erwerbs­minderungs­renten-Voraus­setzungen nicht!

Dein bisher erzieltes Bruttoeinkommen beeinflusst die Erwerbs­unfähigkeits­renten-Höhe. Das heißt, dass du geringfügig mehr Geld erhältst, wenn du bereits längere Zeiten Einkommenseinbußen aufgrund deiner Einschränkung hast. Damit ist gemeint, dass deine Rente vorerst etwas höher ausfällt, wenn du beispielsweise seit zwei Jahren nicht mehr richtig arbeiten konntest und aufgrund der geringeren Arbeitszeit weniger Einkommen hattest. Dieses System gilt seit 2014. Natürlich wird die Rentenhöhe auch von deinem monatlichen Einkommen und den noch kommenden Versicherungsjahren abhängig gemacht, in denen du in deine Rentenversicherung eingezahlt hättest. Grundsätzlich wird deine Rente so berechnet, als hättest du bis zum 62. Lebensjahr weiterhin gearbeitet (auch Zurechnungszeit genannt). Generell kannst du die Erwerbs­­­minde­­­rungs­­­­rente auf Zeit oder bis zum Beginn der Alters­­­rente beantragen, wenn du so lange eine Behinde­­rung hast oder ander­­­weitig einge­­­schränkt bist.

Wie hoch ist eine durch­schnittliche Erwerbs­minderungs­rente?

Die Berechnung der Erwerbs­minderungs­rente ist gar nicht so einfach, weil die Höhe der Rente von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Um deine Erwerbs­minderungs­rente zu berechnen, musst du beachten,

  • dass du rentenversichert bist
  • wie viele Jahre du in die Rentenversicherung eingezahlt hast
  • wie hoch dein Nettoeinkommen ist
  • wie stark deine verminderte Erwerbsfähigkeit ausgeprägt ist (voll/teilweise)

Um die Höhe der Erwerbs­minderungs­rente zu berechnen, kannst du ungefähr die Hälfte deines Nettoeinkommens als volle Erwerbs­minderungs­rente veranschlagen und ca. ein Viertel deines Einkommens als halbe Erwerbs­minderungs­rente. In der folgenden Tabelle haben wir mal drei Beispielfälle aufgelistet. Wie du sehen kannst, ist die staatliche Erwerbs­minderungs­rente sehr niedrig, in den wenigsten Fällen kann man damit seinen Lebensunterhalt dauerhaft bestreiten.

Person Brutto-/Nettolohn teilweise Erwerbs­minderungs­rente volle Erwerbs­minderungs­rente
Mann, 53, nicht verheiratet, 1 Kind B: 2.500€
N: 1.670€
417,50€ 835,00€
Frau, 53, verheiratet, 2 Kinder B: 1.300€
N: 991€
247,75€ 495,50€
Mann, 28, nicht verheiratet, kein Kind B: 1.600€
N: 1.156€
289,00€ 578,00€


Vereinfacht kann man also sagen:

Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung = ¼ Netto-Monatsgehalt
Rente wegen voller Erwerbsminderung = ½ Netto-Monatsgehalt

Aber beachte:
Wenn du krank oder eingeschränkt bist, aber trotzdem noch 3 oder mehr Stunden pro Tag arbeiten könntest, erhältst du nur die halbe Rente. Es ist gar nicht so einfach, eine „volle Erwerbsunfähigkeit“ bestätigt zu kommen. Daher rechne nicht automatisch mit der vollen Erwerbs­minderungs­rente.

Ist dir die staatliche Erwerbs­minde­rungs­rente zu niedrig? Dann kannst du dich mit der privaten Berufs­unfähig­keits­versiche­rung Getsurance Job absichern. Mit dieser erhältst du z.B. 1.000 Euro im Monat, wenn du deinem Beruf nicht mehr nachgehen kannst. In unserem Artikel haben wir zudem erkärt, warum eine private Berufs­unfähig­keits­versiche­rung sinnvoll ist.

Vier zusätzliche Versicherungen zur Erwerbs­minderungs­rente

Die staatliche Erwerbs­minderungs­rente ist also ziemlich gering; es wird auf alle Fälle eine sogenannte „Versorgungslücke“ auf dich zukommen. Damit ist die Differenz zwischen deinem jetzigen Einkommen und der staatlichen Rente, die du im Falle von Berufs- oder Erwerbs­unfähigkeit erhältst, gemeint. Du wirst leider deutlich weniger Geld zur Verfügung haben, als wenn du arbeiten würdest. Statistiken zeigen, dass in Deutschland knapp jeder Vierte berufsunfähig wird. Deine Krankenkasse zahlt dir bei dauerhafter Krankheit kein Geld und auch eine Frührente mit 30 ist nicht das Wahre, weil in diesem Alter erhebliche Rentenabschläge abgezogen werden. Daher stellen wir dir im Folgenden vier Optionen von Zusatzversicherungen vor, die du in Betracht ziehen könntest.

  • Berufs­unfähigkeits­versicherung
  • Betriebsversicherung
  • Antrag auf Grundsicherung
  • Erwerbs­unfähigkeits­versicherung

1. Die Berufs­unfähigkeits­versicherung (BU-Versicherung) zahlt dir eine monatliche Rente, wenn du in deinem letzten Beruf nicht mehr arbeiten kannst. Deine BU-Renten-Höhe, welche du bei Versiche­rungs­abschluss selbst festlegen kannst, unterscheidet sie sich deutlich von der Erwerbs­minderungs­renten-Höhe.

Auch Experten wie die Stiftung Waren­test und Finanz­test empfehlen den Abschluss einer BU-Ver­siche­rung. Eine BU bieten eigentlich alle großen Ver­siche­rungs­­unter­nehmen an, z.B. Generali, HDI, Gothaer oder Hanse Merkur. Die Berufs­unfähig­keits­versiche­rung Getsurance Job ist besonders innovativ, weil es sie in drei verschiedenen Paketen und schon ab 5 Euro im Monat gibt.

2. Auch eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung (EU) kann dir helfen, die Versorgungslücke zu schließen. Wie die BU wird auch die EU von den meisten Versicherern angeboten. Meist ist die EU günstig im Vergleich zu einer Berufs­unfähigkeits­versicherung, die Kosten sind oft niedriger. Das Problem ist dabei jedoch: Die EU zahlt dir eine monatliche Rente (manchmal auch “Arbeits­unfähig­keits­rente” genannt) erst dann, wenn du so eingeschränkt bist, dass du in gar keinem Beruf mehr arbeiten kannst. Sie zahlt also nicht, wenn du nur deinen eigentlichen Beruf nicht mehr ausüben kannst, andere Jobs aber noch möglich sind. Möchtest du mehr Infos zur EU erhalten, lies dir doch einmal unseren Artikel zur Erwerbs­­unfähig­keits­­­versiche­rung durch.

3. Eine weitere Form, dich zusätzlich abzusichern, ist eine Betriebsversicherung, die manche Arbeitgeber anbieten. Hier kannst du eine Berufs­unfähigkeits­versicherung im Kollektiv mit deinen Kollegen erhalten. Dir wird dann monatlich ein minimaler Teil deines Gehalts abgezogen, der als Beitrag für die BU gilt. Dieses Angebot machen oft größere Unternehmen und Arbeitgeber im öffentlichen Dienst.

4. Wenn deine Erwerbs­minderungs­rente trotz Hinzuverdienst nicht zum Leben ausreicht, kannst du auch eine Grundsicherung beantragen. Wenn du pro Monat nicht mehr als 750 Euro zum Leben hast, unterstützt dich der Staat mit einer für dich errechneten Summe. Ob deine Erwerbs­minderungs­rente für dich ausreichend sein würde, kannst du mit Erwerbs­minderungs­renten-Rechnern feststellen und so deine Erwerbs­minderungs­renten-Höhe berechnen.

Wie du siehst, gibt es mehrere Möglich­keiten, eine Erwerbs­minderungs­rente aufzustocken. Natürlich kannst du auch selbst einen Hinzuverdienst, z.B. durch einen Nebenjob oder Arbeit von Zuhause, hinzusteuern. Für solche Hinzuverdienste gibt es jedoch finanzielle Grenzen, die du beachten musst, da sonst die Rentenzahlung unterbrochen wird.

Möch­test du mehr darü­ber erfah­ren, wie du dein Ein­kommen absi­chern kannst? Dann melde dich hier bei unserem E-Mail-Kurs „Insur­Guide“ an – und wir senden dir regel­mäßig wich­tige Infos zu diesen Themen zu:

Häufige Fragen

  • Wie hoch ist die Erwerbs­minderungs­rente?

    Wie hoch deine Erwerbs­minderungs­rente ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel von deinem Alter bei Rentenbeginn, deinen Beitragszahlungen, dementsprechend auch von deinem bisherigen Gehalt, davon ob du voll oder teilweise erwerbsgemindert bist usw. Pauschal kann man sagen, dass eine volle Erwerbs­minderungs­rente ca. 1/2 deines Nettogehalts, eine halbe Erwerbs­minderungs­rente 1/4 deines Nettogehalts entspricht.
  • Ist die Erwerbs­minderungs­rente steuerlich absetzbar?

    Du kannst zumindest einen Teil deiner Rentenzahlungen für die Erwerbs­minderungs­rente von der Steuer absetzen. Um es einfacher zu sagen: Das, was du monatlich in deine Rentenversicherung einzahlst, gilt als Vorsorgeaufwendung. Du kannst eine bestimmte Menge der gezahlten Beiträge absetzen, z.B. von 30.000 Euro Rente knapp 4.500 Euro.
  • Wie kann ich Erwerbs­­minde­rungs­­rente die Höhe berechnen?

    Dafür gibt es spezielle Erwerbs­minderungs­renten-Rechner. Du kannst auch einfach eine Faustformel verwenden, wenn du es nicht bis auf den Cent genau wissen möchtest.
    ½ Nettogehalt entspricht der vollen Erwerbs­minderungs­rente, während ¼ deines Nettogehalts in etwa so viel wie die halbe Erwerbs­minderungs­rente ist.
  • Wo ist der Unterschied zu einer Berufs­unfähigkeits­versicherung?

    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine private Zusatzversicherung, die du abschließen kannst. Eine BU zahlt dir eine Berufs­unfähigkeits­rente, wenn du in deinem bisher ausgeübten Beruf länger als sechs Monate nicht mehr arbeiten kannst.
    Die Berufs­unfähigkeits­versicherung greift bereits, wenn du deine Tätigkeit nur noch zu 50% ausüben kannst. Die Leistungen, inkl. der Rentenhöhe, sind hier deutlich umfangreicher als bei der staatlichen Erwerbs­minderungs­rente. Diese bekommst du nämlich nur, wenn du regelmäßig Rentenbeiträge gezahlt hast und dann erwerbsgemindert oder erwerbsunfähig wirst.

33 Kommentare

  1. John sagt

    Bin vom leiter gestürzt hab mir dabei beide versen gebrochen kann nicht länger als 1 stunde stehen hab vorher 17 jahre in die rentenkasse eingezahlt bin 37 jahre und habe 4 kinder was nun könnte ich einen erwerbsminderungsrente beantragen danke?

    1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

      Hallo John,

      du erhältst eine Erwerbsminderungsrente dann, wenn du in gar keinem Beruf mehr als sechs Stunden täglich arbeiten kannst. Wenn du nicht länger als eine Stunde am Tag stehen kannst, ist es dennoch möglich, dass du eine Arbeit ausüben kannst, bei der du ausschließlich sitzt. Wenn du keine weiteren Beschwerden hast, wird der Staat wohl keine Erwerbsminderungsrente auszahlen.

      Viele Grüße,
      Wolfdietrich Peiker

  2. Elke sagt

    Hallo
    Ich habe seit Jahren Probleme mit der Bandscheiben
    Für Operation wäre ich noch zu jung
    Geh jetzt zum 2.mal in3 Jahren auf Reha. Mir wird immer wieder gesagt ich soll meinen Job nicht mehr ausüben (Metzgerei Verkäuferin), aber ich soll nicht lange stehen, sitzen, schwer heben, keine gebückte Haltung ausüben. Wäre da rente ratsam (bin seit 30jahren)berufstätig.
    Vielleicht kann man mir hier weiterhelfen

    1. Kathrin Sühlsen sagt

      Hallo Elke,

      Sie können eine Erwerbsminderungsrente vom Staat dann erhalten, wenn Ihre Bandscheibenprobleme so schwer sind, dass Sie nur noch weniger als sechs Stunden in irgendeinem Beruf arbeiten können. Ob das bei Ihnen der Fall ist, können Sie mit Ihrem Arzt und Ihrer Rentenversicherung abklären. Ich rate Ihnen, dies dringend zu tun – vielleicht käme ja auch eine Umschulung für Sie infrage.

      Viele Grüße
      Kathrin

  3. Martin sagt

    Hallo. Ich stehe vor einem großem Problem. Ich bin seit einem Jahr Brufsunfähig und werde sehr wahrscheinlich in die Erwerbsminderungsrente geschickt. Nun habe ich leider nicht vorgesorg und habe keinerlei Zusatzversicherungen abgeschlossen. Ich weis, das war nicht gerade optimal und ich könnte mich selbst dafür….. Naja. Meine Frage lautet, gibt es Möglichkeiten das doch sehr geringe Einkommen aufzustocken? Kann man sich trotz schlechter Diagnose und Prognose nachversichern?

    LG Martin

    1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

      Hallo Martin,

      leider ist es nicht möglich, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, wenn Sie bereits erwerbsgemindert sind. Dann müsste die Versicherung ja direkt nach dem Abschluss zahlen, worauf sich kein Versicherer einlassen würde. Es ist jedoch möglich, zusätzlich zur Erwerbsminderungsrente die Grundsicherung zu beantragen, wenn die Rente gering ausfällt und unter dem Existenzminimum bleibt. Die Grundsicherung können Sie beim örtlichen Sozialamt beantragen.

      Viele Grüße,
      Wolfdietrich

      1. Martin sagt

        Oh man. Naja , vielen Dank für die Antwort. Ich sehe schwarz für meine Zukunft. Aber so ist das manchmal. Man denkt immer man braucht diese Dinge eventuell nicht und dann wird man eines besseren belehrt. Bis vor Monaten noch topfit und dann von einem auf den anderen Tag siehts nicht mehr so rosig aus.

        LG Martin

  4. Privat sagt

    Hallo.Ich habe ein schweren Krankheit MS
    Ich habe Gangstörung,Schwindelgefühl,Gleichgewichtstörung,Bluthochdruck,Diäbetiker meine Arzt hatt mir empfohlen das ich zur voller erwerbsminderzngsrente gehen soll,ich habe seit 01.08.1992 an Rentenkasse eingezahlt,
    Was wird mir ein monatlicher Beitrag Bewillig ?

    1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

      Hallo,

      die Höhe der Erwerbsminderungsrente hängt nicht nur davon ab, wie lange du in die Rentenkasse eingezahlt hast. Auch die Höhe des Einkommens, was du in dieser Zeit verdient hast, wirkt sich auf die Rentenhöhe aus. Genauere Auskunft hierzu kann dir die Deutsche Rentenversicherung geben.

      Viele Grüße,
      Wolfdietrich

      1. Marzahn sagt

        Ich bin arbeitslos und kann nur 3 Stunden arbeiten habe aber keine Beiträge mehr zahlen können da ich überall wegfallen tuhe weil mein Mann zu viel verdient. Ich lebe von daß Geld meines Mannes da ich überall rausfalle. Wir bekommen kein Wohngeld ich bekomme keine Grundsicherung und Hartz4 fallen wir eh raus. Was steht mir noch zu???

        1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

          Hallo Marzahn,

          in diesem Fall solltest du noch einmal beim Sozialamt prüfen lassen, ob du nicht doch noch die Grundsicherung erhalten könntest. Neben der Grundsicherung, Hartz IV und der Erwerbsminderungsrente gibt es für deine Situation sonst nämlich keine staatlichen Hilfen.

          Viele Grüße,
          Wolfdietrich

      2. Carmen Wagner sagt

        Hallo,ist dies dann der Betrag der im rentenauszug zu ersehen ist?

        1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

          Hallo Carmen,

          ja, in dem jährlichen Rentenauszug – offiziell „Renteninformation“ genannt – steht drin, wie viel Rente du nach dem aktuellen Stand erhalten würdest. Deren Höhe wird anhand der Dauer der Beitragszahlungen als auch anhand von deren Höhe berechnet.

          Viele Grüße,
          Wolfdietrich

  5. Carmen Wagner sagt

    Hallo,
    wenn jemand die Erwerbsminderungsrente erhält und 47 Jahre ist, erhält er dann mit 67 Jahren seine höhere normale Rente?
    Vielen Dank für eine Antwort
    Mit freundlichen Grüßen
    Carmen

    1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

      Hallo Carmen,

      genauso ist es. Die Erwerbsminderungsrente wird bis zur Altersgrenze der Regelaltersrente ausgezahlt. Personen, die 1964 oder später geboren sind, erhalten also ab einem Alter von 67 die Regelaltersrente anstelle der Erwerbsminderungsrente.

      Viele Grüße,
      Wolfdietrich

  6. Petra Hohl sagt

    Hallo, ich werde im September 62, arbeite als Krankenschwester in der Sozialstation 40%. Aber selbst das fällt mir schon schwer. Habe einen Gleitwirbel Rücken, Arthrose in den Knien. Letztes Jahr in Reha, was aber nicht viel gebracht hat. Die Rentenversicherung meint, ich könnte mit 63 (Okt.18) in Rente gehen mit Abschlägen, was ich auch machen würde. Kann man trotzdem noch für das 1Jahr Erwerbsminderung beantragen? Ist es sinnvoll oder habe ich dann weitere Nachteile bei der Rente zu erwarten?

    1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

      Hallo Petra,

      wenn du in dem einen Jahr vor Beginn der Altersrente nicht arbeitest und damit auch nicht in die Rentenversicherung einzahlst, dann wird sich auch die Altersrente etwas verringern. Wie viel das in deinem Fall genau ist, kannst du bei der Deutschen Rentenversicherung erfahren.

      Viele Grüße,
      Wolfdietrich

  7. Louis sagt

    Hallo,
    Ich habe Mukoviszidose, und habe sehr hohe Ausfall-/ Krankheitszeiten. Dazu kommen 5h Therapie am Tag. Meine Lungenfunktion liegt bei 40% mit Sauerstoff. Ich bin 23 Jahre alt und bin gerade dabei meine EHK Ausbildung nachzuholen. Ohne Betrieb da mich keiner nimmt. Das Arbeitsamt meinte ich solle doch jetzt schon in Rente gehen. Ich habe nur Angst das ich dann von der Hand zum Mund lebe. Ich habe mont. medizinische kosten alleine von 350Eur. ohne das Spritgeld für die Aufwendungen wie wöchentliche Krankenhausfahreten, Physotherapie, Einkaufe etc.

    1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

      Hallo Louis,

      wenn du nur noch weniger als sechs Stunden täglich arbeiten kannst und mindestens drei Jahre lang in die Deutsche Rentenversicherung eingezahlt hast, kannst du die Erwerbsminderungsrente beantragen. Ist das nicht der Fall oder würde die Erwerbsminderungsrente zu niedrig ausfallen, dann kannst du immer noch die Grundsicherung beantragen. Lass dich für deinen speziellen Fall am besten vom Sozialamt oder der Deutschen Rentenversicherung beraten.

      Viele Grüße,
      Wolfdietrich

  8. Monika sagt

    Wenn , man das hoert und liest dann vergeht einen die lust am leben!!!! Erst wuerst du bestrafft, das du krank bist. Und dann bekommst du noch einen mit, von deiner remtenstelle. Oh, oh, deutschland wie tief bist du gesunken.
    Ich selber bin 1962 geboren und 1986 erwerbsunfaehig seit juli 2017 heißt meine rente volle erwerbsminderungsrente. Wie geht es mit mir jetzt weiter. Meine rente betraegt im Moment 654 euro.

    1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

      Hallo Monika,

      wenn du 1962 geboren wurdest und die nächsten Jahre noch erwerbsunfähig bist, dann erhältst du die Erwerbsminderungsrente noch so lange, bis du 66 Jahre und acht Monate alt bist. Ab dann bekommst du die volle Altersrente.

      Viele Grüße,
      Wolfdietrich

  9. Michael sagt

    Hallo,
    Ich habe seit 2005 einen Aortenklappenersatz und somit einen GDB von 30%.
    Ich habe jetzt einen Gleichstellungsantrag gestellt,damit ich einem Schwerbehinderten mit 50% Gleichgestellt werde.
    Die Ärzte sagten mir das ich einen Antrag auf halbe Erwerbsunfähigkeit stellen soll,weil ich nicht mehr als 6Stunden arbeiten soll,dies erfolgt nun in 7 Wochen beim Rentenberater.
    Es ist aber geplant das ich jetzt in 4 Wochen nach längerer Krankheit wieder Arbeiten gehe aber nur für 6 Stunden.
    Meine Frage: Da ich dann ja kein volles Gehalt mehr erhalte und die Rente noch nicht bewilligt bist.
    Wer kommt dann für meinen fehlenden Lebensunterhalt auf…Sozialamt,Grundsicherung??
    Viele Grüße

    1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

      Hallo Michael,

      wenn du eine unbefristete Erwerbsminderungsrente beantragt hast, dann wird dir diese rückwirkend ausgezahlt, wenn du sie innerhalb von 3 Monaten nach Eintritt der Erwerbsminderung beantragt hast. Eine befristete Erwerbsminderungsrente wird erst mit Beginn des siebten Monats nach Eintritt der Erwerbsminderung ausgezahlt. Je nachdem, wie hoch dein Einkommen zur Zeit ist, kannst du auch zusätzliche Unterstützung vom Sozialamt erhalten. Erkundige dich am besten direkt dort, welche Möglichkeiten du in deinem speziellen Fall hast.

      Viele Grüße,
      Wolfdietrich

  10. Hans-Jürgen sagt

    Ich bekomme Erwerbsminderungsrente und die ist immer noch befristet obwohl ich sie schon seid ca. 6 Jahren bekomme. .Ab wann wird sie unbefristet gezahlt. Ich kann aufgrund das 24 Stunden also rund um die Uhr Sauerstoff benötige.

    1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

      Hallo Hans-Jürgen,

      eine unbefristete Erwerbsminderungsrente wird dann gezahlt, wenn es als unwahrscheinlich gilt, dass du wieder voll erwerbsfähig wirst. Das ist nach § 102 Absatz 2 Satz 5 Sozialgesetzbuch (SGB) VI ab neun Jahren Erwerbsminderung der Fall.

      Viele Grüße,
      Wolfdietrich

  11. GOM sagt

    Hallo,
    Ich beziehe Alg 2, seit dem 21.01.2011, vorher habe ich ab 2002 neben des Studiums und der Kindeserziehung als wenig verdienende freiberuflich-selbststaendige Kleinunternehmerin (19?) gearbeitet. Ich bin Außer-EU-Bürgerin, habe eine Niederlassungsaufenthaltstatus, war mit einem Deutschen ca. 12 jahre verheiratet, war über dem Ehemann versichert gewesen, wir haben ein gemeinsames Kind, es seit 2011 bei dem Vater lebt und bei der Scheidung Nov. 2011, einen Rentenabgleich verzichtet. Nun habe ich seit 2015 50% Behinderung (Neuantrag wird gestellt), dazu kam Fybromialgie, HWS Bandscheibenvorfall Vorstufe, Gelenkfunktionsstörung, Skoliose, Depression (Behinderungsgrund), kronische Schmerzen und andere unwichtige Krankheiten. Als Studentin hatte ich paar mal für Rentenversicherung bezahlt. Jetzt wird gesagt, es geht in Richtung Rente.
    Ich mag gern wissen, ob ich einen Anspruch auf Rente habe oder einen Sozialfall werde und wieviel Rente bekommen könnte.
    Dank im voraus,
    LG,
    GOM

    1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

      Hallo GOM,

      eine Erwerbsminderungsrente kannst du dann bekommen, wenn du in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Jahre lang Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung gezahlt hast. Wie hoch die Rente in deinem Fall ausfällt, kannst du bei der Rentenversicherung erfragen. Bekommst du keine Rente, kannst du stattdessen die Grundsicherung beantragen.

      Viele Grüße,
      Wolfdietrich

  12. Monika sagt

    Hallo herr dr. Peiker!
    Mein mann wird im naechsten jahr 60. Ist im vergangenden jahr leider auch noch arbeitslos gewurden und bekommt bis dez 2018 arbeitslosengeld. Er erlitt vor zwei jahren einen Herzinfarkt und wurde darauf hin in die Arbeitslosigkeit entlassen. Meine frage ist. Kann mein mann im naechsten jahr eine erwerbsminderungs rente fuer die letzten jahre bis zur alters rente beantragen. Oder sogar mit abzuegen gleich in die A- Rente gehen. Vielen Dank fuer eine antwort von ihnen.

    1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

      Hallo Monika,

      Ihr Mann kann eine Erwerbsminderungsrente bis zum 66. Geburtstag (seiner Regelaltersgrenze) erhalten, wenn er nur noch weniger als 6 Stunden pro Tag in irgendeinem Beruf arbeiten kann. Liegt eine Schwerbehinderung vor, ist eine Altersrente mit Abschlägen für Ihn bereits ab dem 61. Geburtstag möglich (und eine Rente ohne Abschläge ab dem 64. Geburtstag), ansonsten ab dem 63. Geburtstag.

      Viele Grüße,
      Wolfdietrich

  13. Artur Felin sagt

    bin seid 2014 aus meinem beruf raus bezog dann arbeitslosengeld und wurde dann krank mittlerweile bin ich seid fast 2 jahren krank habe pfelgegrad 1 und bin 70% schwerbehindert mit dem buchstaben G lauf gutachten kann ich keine tätigkeiten mehr ausüben weder in meinem beruf oder noch was anderes wie hoch fällt meine erwerbsunfäigkeitsrente aus und wodurch wird siue berechnet vom früheren gehalt der firma oder vom krankengeld über eine antwort wäre ich sehr dankbar lg artur

    1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

      Hallo Artur,

      wie hoch die Erwerbsminderungsrente in deinem Fall ist, hängt davon ab, wie lange du wie viel Geld in die Rentenversicherung eingezahlt hast, als du gearbeitet hast. Wenn du nur noch weniger als 3 Stunden in irgendeinem Beruf arbeiten kannst, dann bekommst du die volle Erwerbsminderungsrente.

      Viele Grüße,
      Wolfdietrich

      1. Artur Felin sagt

        hallo Dr. Wollfdietrich Peiker,
        ich habe seid meiner lehrzeit 1973- zu meinem auscheiden 2014 in die rentenversicherung einbezahlt, dazu kommt noch das ich jetzt nuur noch krankengeld bis zum 6.12 bwekomme danach muss ich mich wahrscheinlich wieder arbeitelos melden, ich habe rerst am 17.11, 2017 die medizinische untersuchung von der rentenversicherung wegen der erwerbsünfähigkeits rente was hab ich für aussichten?

        1. Dr. Wolfdietrich Peiker sagt

          Hallo Artur,

          nicht nur der Zeitraum, während dem du in die Rentenversicherung eingezahlt hast, ist für die Höhe der Erwerbsminderungsrente entscheidend, sondern auch die Höhe deines Einkommens. Genauere Auskunft zur Höhe deiner persönlichen Rente kann dir die Deutsche Rentenversicherung geben. Wenn die Untersuchungsergebnisse erst nach Auslaufen des Krankengeldes feststehen sollten, kannst du die Erwerbsminderungsrente für diesen Zeitraum rückwirkend erhalten.

          Viele Grüße,
          Wolfdietrich

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