Berufsunfähigkeits­versicherung Gesundheitsfragen – Das musst du wissen

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Berufsunfähigkeits­versicherung Gesundheitsfragen – Das musst du wissen
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Denkst du über eine Berufs­unfähigkeits­versicherung nach, aber bist dir nicht sicher, was es mit der Gesundheitsprüfung bzw. den Gesundheitsfragen auf sich hat? Dann bist du hier genau richtig! Wir erklären dir, welche Gesund­heitsfragen die Versicherer in ihrem Fragebogen stellen, warum sie das tun und was du bei der Gesundheitsprüfung beachten solltest.

Das musst du wissen:
  • Eine Berufsunfähigkeits­versicherung (auch BU genannt) ist eine Versicherung, die für dich eine Rente zahlt, falls du über einen längeren Zeitraum deiner Arbeit nicht mehr nachgehen kannst.
  • Bevor du eine BU abschließen kannst, macht dein Versicherer eine Gesundheits­prüfung mit dir.
  • Die Gesundheits­prüfung besteht aus verschiedensten Gesund­heits­fragen. Mit diesen will dein Versicherer herausfinden, wie wahrscheinlich es ist, dass er eines Tages deine Berufs­unfähigkeits­rente zahlen muss.
  • Du solltest die Gesundheits­fragen unbedingt ehrlich beantworten, sonst riskierst du deinen Versicherungs­schutz.

So gut wie jeder hat Angst davor, eines Tages körperlich oder psychisch so stark eingeschränkt zu sein, dass er seinen Job aufgeben muss. Manche Berufs­gruppen sind von dieser Gefahr stärker betroffen als andere. Arbeitnehmer mit großem Druck und viel Verantwortung im Job oder Personen mit besonders hohem Unfallrisiko (zum Beispiel Bauarbeiter) sind weitaus häufiger betroffen als andere Berufs­gruppen. Um im schlimmsten Fall nicht mittellos dazustehen, kannst du eine Berufs­unfähig­keitsversicherung abschließen, die dir dann eine monatliche Rente zahlt.

Bevor du jedoch eine Berufs­unfähig­keitsversicherung abschließt, wird dein Versicherer dir einige Fragen zu deiner Gesundheit stellen, die so genannten Gesund­heitsfragen. Diese Fragen sind im Endeffekt eine kurze Gesund­heitsprüfung, mit der dein Versicherer die Wahr­schein­lichkeit einschätzen möchte, dass er eines Tages für dich zahlen muss. Manchmal lehnen Versicherer aufgrund der Gesundheitsprüfung Kunden ab oder schlagen ihnen Kompromisse vor. Falls dein Antrag abgelehnt wird, solltest du dir eine Alternative zur Berufs­unfähig­keitsversicherung suchen – aber dazu später mehr.

Was ist eine Berufs­unfähigkeits­versicherung?

Eine Berufs­unfähig­keitsversicherung, kurz BU oder BUZ (Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung), brauchst du für den Fall, dass du aufgrund körperlicher oder psychischer Erkrankungen nicht mehr arbeiten kannst. Eine Berufsunfähigkeit liegt konkret dann vor, wenn du aus gesundheitlichen Gründen deine bisherige Arbeit mindestens 6 Monate lang nicht mehr ausüben kannst.

Die Beitragshöhe, also das, was du monatlich zahlen musst, richtet sich danach, welchen Tarif dir der Versicherer anbietet. Das hängt davon ab:

  • Wie alt du bist
  • Welchen Beruf du ausübst
  • Was du für Hobbys hast (besonders riskante Hobbys, wie z.B. Segelfliegen, treiben deinen Beitrag in die Höhe)
  • Ob du Vorerkrankungen hast
  • Ob du momentan oder in der Vergangenheit wegen gesundheitlicher Probleme in Behandlung warst

Damit dein Versicherer diese ganzen Informationen über dich bekommt, musst du im Antrag auf eine Berufs­unfähigkeits­versicherung die sogenannten Gesundheitsfragen beantworten.

Tipp: Wenn du Beamte/r bist, z.B. Lehrer/in, solltest du darauf achten, dass du eine sogenannte Dienst­unfähig­keitsversicherung abschließt. Das ist eine spezielle Variante der Berufs­unfähig­keitsversicherung. Oft sind die Tarife für Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst sogar günstiger.

Was ist die Gesundheits­prüfung und was hat es mit den Gesundheits­fragen auf sich?

Die so genannte Gesundheitsprüfung nimmt jeder Versicherer vor, bevor er deinen Antrag auf eine Berufs­unfähig­keits­versicherung annimmt. Der Versicherer analysiert mit der Gesundheitsprüfung, wie hoch das Risiko sein könnte, dass du als Versicherter tatsächlich erkrankst und Anspruch auf deine Berufs­unfähig­keitsrente erhebst. Zu jeder Gesund­heits­prüfung gehören mehrere Gesund­heits­fragen, welche deinen genauen gesundheitlichen Zustand für den Versicherer ersichtlich machen sollen. Diese Gesund­heitsfragen stammen aus verschiedenen Bereichen, zum Beispiel könnte dein BU-Versicherer nach Vorerkrankungen fragen oder nach deinen Hobbys, damit er weiß, ob du eventuell zusätzlich gefährdet bist.

Von einer „Berufs­unfähig­keits­versicherung ohne Gesundheitsfragen“ solltest du die Finger lassen! Unseriöse Anbieter werben mit diesem Versprechen, um Kunden anzulocken. Tatsächlich gibt es jedoch keine BU oder BUZ ohne Gesundheitsprüfung.

Wichtig! Dinge bei den Gesund­heitsfragen zu beschönigen oder dem Versicherer vorzuenthalten kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass dein Versicherungsschutz komplett entfällt. Also denk gar nicht erst daran.

Gesundheitsfragen von A wie Alltag bis Z wie Zahn­schmerzen

Du musst dem Versicherer als Antragsteller ein paar Fragen beantworten, damit er wie bereits erklärt abschätzen kann, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, eines Tages für deine monatliche Rente aufkommen zu müssen. Keine Sorge, dein Versicherer wird nicht wissen wollen, was deine Lieblings­serie ist und ob du dein Früh­stücks­brötchen lieber mit Marmelade oder Käse isst. Jedoch kann es sein, dass du nach deiner beruflichen Tätigkeit gefragt wirst, nach deinen letzten Arztbesuchen und dass dir Fragen gestellt werden wie zum Beispiel “Haben Sie chronische Erkrankungen?”.

Man kann die Fragen in 3 Frage­blöcke unterteilen:
  • Fragen zu deinem Alltag: Bei einer Berufs­unfähig­keitsversicherung mit Gesundheitsfragen wären Beispiele für den ersten Frageblock: “Was haben Sie für Hobbys?” oder “Haben Sie bereits eine Lebensversicherung beantragt und wenn ja, wurde dieser Antrag abgelehnt?”. Mit diesen Fragen möchte der Versicherer einschätzen, wie riskant deine Lebensweise ist und ob es eventuell einen Grund zur Besorgnis gibt, z.B. weil andere Versicherer dich bei ähnlichen Versicherungen bereits abgelehnt haben.
  • Fragen zu deiner Psyche: Besonders häufig werden hier Fragen gestellt wie: “Waren Sie bereits in psychiatrischer Behandlung?”, “Leiden Sie an Depressionen?” oder “Arbeiten Sie oft unter Zeitdruck und tragen Sie viel Verantwortung?”. Was der Versicherer hiermit herausfinden will, liegt auf der Hand. Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout sind die absoluten Volkskrankheiten. Der Versicherer will sicher gehen, dass du nicht jetzt schon kurz vor der Berufsunfähigkeit stehst oder das Risiko bei dir erhöht ist.
  • Fragen zu deinem Körper: Hier kannst du mit allem rechnen, angefangen von Fragen über deine Arme und Schultern bis hin zu Fragen über deine Zähne. Einige typische Fragen sind: “Wurden Sie bereits operiert, wenn ja, wo?” oder “Haben Sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen?”. Dein Versicherer möchte dich mit diesen Fragen “auf Herz und Nieren prüfen”, wie man so schön sagt.
Als gesunder Mensch ohne Übergewicht kannst du natürlich auf die Gesundheitsfragen zu möglichen Erkrankungen sehr viel gelassener reagieren. Falls du etwas gegen bereits vorhandenes Übergewicht unternehmen willst und an eine Diät denkst, können wir dir unseren Ratgeberartikel zur Eiweiß-Diät empfehlen.

Wenn der Versicherer dein persönliches Risiko eingeschätzt hat, kann es vorkommen, dass dir eine Berufs­unfähig­keitsversicherung angeboten wird, du jedoch einen Risikozuschlag zahlen musst, z.B. weil du eine chronische Entzündung hast. Es kann auch passieren, dass der Versicherer ein bestimmtes Körperteil vom Versicherungsschutz ausschließen will, z.B. dein Knie, das vor 4 Jahren operiert wurde.

Damit du dir ein Bild davon machen kannst, was welche Versicherer wissen wollen, haben wir eine kleine Tabelle für dich erstellt. In der Tabelle kannst du sehen, ob ein Versicherer zum Beispiel nach einer Schwangerschaft fragt und welcher Zeitraum für die Gesundheitsfragen relevant ist (immer die letzten … Jahre). Ein Beispiel zum Verständnis der Tabelle: Die Allianz fragt, ob du in den letzten 5 Jahren psychisch erkrankt warst, bei der Continental sind es ganze 10 Jahre und die HUK fragt nur nach den letzten 3 Jahren.

Kriterium Allianz AXA Continental HUK Alte Leipziger
Psychische Erkrankungen 5 Jahre 5 Jahre 10 Jahre 3 Jahre 5 Jahre
Ambulante Behandlungen 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 3 Jahre 5 Jahre
Stationäre Behandlungen 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 10 Jahre 10 Jahre
Sehhilfe Nein Nein Nein Ja Nein
Schwangerschaft Nein Nein Nein Ja Nein

Gesundheitsfragen der Berufs­unfähig­keitsversicherung – was und welchen Zeitraum fragen Versicherer ab?

In der Tabelle haben wir aus Platzgründen nicht alle Versicherer aufgeführt. Weitere Unternehmen, die eine BU anbieten, sind z.B. Barmenia, Debeka, ERGO, Generali, Gothaer und die Hannoversche Lebens­versicherung.

BU-Versicherung ohne Gesundheits­prüfung

Wir werden oft gefragt, ob es nicht möglich wäre, eine BU Versicherung ohne Gesundheitsfragen zu bekommen. In der Tat kursieren solche Angebote im Internet. Wenn du auf solch ein Angebot stößt, solltest du es ignorieren. Eine Berufs­unfähig­keitsversicherung ohne Gesundheitsfragen ist in etwa so wie ein Führerschein ohne Fahrstunden – das kann kein seriöses Angebot sein. Solche Versprechen sind in der Regel nur dazu gedacht, Kunden anzulocken und ihnen womöglich etwas ganz anderes zu verkaufen. Wenn es eine Berufs­unfähig­keits­versicherung ohne Gesundheitsfragen gäbe, wäre sie extrem teuer, denn dann müsste der Versicherer bei jedem Kunden mit einem sehr hohen Risiko rechnen.

berufsunfaehigkeitsversicherung abschließen

BU mit vereinfachter Gesundheits­prüfung

Jedoch gibt es eine Berufs­unfähig­keits­versicherung mit vereinfachter Gesundheitsprüfung. Diese vereinfachte Gesundheitsprüfung ist speziell für junge Menschen gedacht, da diese im Normalfall noch körperlich und psychisch recht fit sind. Das Problem bei den vereinfachten Gesundheitsfragen ist, dass es sich nur um weniger Fragen handelt, diese aber umso strenger gewertet werden. Das heißt, dass der Versicherer z.B. nach ärztlichen Behandlungen in den letzten 10 Jahren fragt, statt nur die letzten 3 Jahre abzufragen.

Meist handelt es sich bei der vereinfachten Gesundheitsprüfung nur um 5 Fragen, aber Vorsicht! Sobald du eine Frage positiv beantwortest, also zum Beispiel angibst, dass du ein gefährliches Hobby hast, kannst du deine Hoffnung auf eine BU aufgeben. Ein weiteres Manko an der vereinfachten Gesundheitsprüfung ist, dass oftmals niedrigere Auszahlungen ausgeschüttet werden als bei einer BU mit “normaler” Gesundheitsprüfung. Während du bei einer normalen BU ohne Probleme eine monatliche Rente von 1.200 Euro oder mehr vereinbaren kannst, ist die maximale Rentenhöhe bei einer BU mit vereinfachter Gesundheitsprüfung beispielsweise auf 700 Euro begrenzt.

Bild: Adobe Stock, everythingpossible, bearbeitet von Getsurance

Kein Antrag ohne Risiko­voranfrage!

Du solltest immer im Hinterkopf behalten, dass dein Antrag auch dann abgelehnt werden kann, wenn du überhaupt nicht damit rechnest. Abgelehnt werden Anträge oft, wenn du ein hohes Risiko für Erkrankungen oder Unfälle aufweist. Es kann aber auch gut sein, dass dein Versicherer eventuell auch andere Punkte findet, die für eine Ablehnung deines Antrags sprechen.

Wenn du einen Antrag stellst und dieser abgelehnt wird, wirst du in die „Sperrdatenbank“ HIS (Hinweis- und Informationssystem der Deutschen Versicherungswirtschaft) eingetragen. Das bedeutet, dass du keine Berufs­unfähig­keits­versicherung mehr abschließen kannst! Mit der HIS-Datenbank wollen die Versicherer sich vor Betrugsfällen schützen.

Um den Eintrag in die Sperrdatenbank HIS zu vermeiden, solltest du unbedingt eine Risikovoranfrage stellen. Diese Risikovoranfrage ist nichts anderes als ein anonymer Probeantrag, mit dessen Hilfe du sehen kannst, ob dein Antrag auf eine Versicherung erfolgreich wäre. Damit stellst du sicher, dass du bei einer Ablehnung nicht in die Sperrdatenbank gelangst.

Ergebnis der Gesundheits­prüfung: Ablehnung, Ausschluss oder Risiko­zuschlag

Wenn du deinen Antrag auf eine Berufs­unfähig­keitsversicherung einreichst oder eine Risikovoranfrage machst, gibt es drei mögliche Ergebnisse:

Ergebnis 1: Die Ablehnung

Das wohl schlechteste Ergebnis, das du erhalten kannst, wäre eine Ablehnung von deinem Versicherer. Eine Ablehnung erhältst du häufig, wenn du psychische Erkrankungen, schwere körperliche Beschwerden oder ein besonders risikoreiches Leben hast. Wenn du also hauptberuflich als Bundeswehrpilot arbeitest und in deiner Freizeit Tiefseetaucher bist, musst du dich eventuell nach Alternativen zu einer Berufs­unfähig­keitsversicherung umschauen.

Ergebnis 2: Der Ausschluss

Keine Panik, hier ist nicht der komplette Ausschluss aus der Versicherung gemeint, sondern der Ausschluss eines bestimmten Körperteils oder eines Krankheitsgrunds. Damit ist gemeint, dass zum Beispiel dein linkes Knie aus der Versicherung ausgeschlossen ist, da du bereits Probleme mit dem Knie hattest oder bereits operiert wurdest und dein Versicherer nicht für dich zahlen möchte, falls du aufgrund deines linken Knies berufsunfähig wirst.

Ergebnis 3: Der Risikozuschlag

Falls du zum Beispiel Dachdecker bist oder eine Vorerkrankung hast, kannst du unter Umständen mit einem Zuschlag zu deinem eigentlichen Beitrag rechnen. Dieser Zuschlag kann z.B. 20 Prozent betragen, wenn du eine chronische Entzündung hast, die dich zwar momentan nicht am Arbeiten hindert, es aber vielleicht in 10 Jahren tut.

Was tun bei einer Ablehnung?

Zuallererst solltest du nicht sofort verzweifeln, wenn deine Risikovoranfrage bei einem Versicherer negativ ausfällt. Denk immer daran, dass jeder Versicherer unterschiedliche Konditionen bietet und unterschiedliche Fragen stellt. Stelle zunächst einmal eine Risikoanfrage bei ein bis zwei weiteren Versicherern. Wenn diese dir auch absagen, solltest du die Alternativen zu einer BU prüfen. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. Erwerbs­unfähigkeits­versicherung

Im Gegensatz zu einer BU zahlt eine Erwerbs­nfähig­keits­versicherung erst dann, wenn du gar keinen Beruf mehr ausüben kannst.(Den genauen Unterschied zwischen Erwerbs­unfähigkeit und Berufs­unfähigkeit kannst du hier nachlesen) Hast du zum Beispiel bisher als Maurer gearbeitet und kannst aufgrund einer Knieverletzung nicht mehr lange stehen, laufen und hocken, wird dein Versicherer vorschlagen, dass du einer Bürotätigkeit nachgehst und dir kein Geld zahlen. Eine Berufs­unfähig­keits­versicherung ist deshalb vorzuziehen, aber wenn du diese nicht bekommst, solltest du zumindest eine Erwerbs­unfähig­keitsversicherung abschließen, auch wenn sie weniger Schutz bietet. Bei dieser Versicherung ist die Gesundheitsprüfung meist weniger streng.

2. Grund­fähigkeits­versicherung

Um zu verstehen, was eine Grund­fähigkeits­versicherung ist, solltest du zunächst wissen, was deine Grund­fähigkeiten sind. Dazu zählen Sinne wie Hören und Sehen, aber auch Fähigkeiten wie zum Beispiel Gehen und Sprechen. Die Grund­fähig­keits­versicherung zahlt, wenn du eine oder mehrere dieser Fähigkeiten verlierst, z.B. weil du erblindest. Der Schutz ist also bei weitem nicht so umfassend wie bei einer Berufs­unfähig­keitsversicherung, daher taugt diese Versicherung nur als Alternative, wenn du keine BU bekommst.

3. Dread-Disease Versicherung

Eine Dread-Disease Versicherung bedeutet übersetzt in etwa Versicherung gegen gefürchtete oder schwere Krankheiten. Diese Versicherung macht vor allem dann Sinn, wenn du dir Sorgen machst, eines Tages an Krebs zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu bekommen. Sie deckt Fälle ab, in denen die Versicherten an Multipler Sklerose, Herzinfarkten, Schlaganfällen, Krebs oder anderen schweren Krankheiten leiden. An dieser Stelle solltest du nicht vergessen, dass der Großteil aller Menschen, die berufsunfähig werden, psychische Erkrankungen haben oder körperliche Leiden wie schweres Rheuma oder Gelenkarthrose, was eine Dread-Disease Versicherung nicht abdeckt. Deshalb ist eine Berufs­unfähig­keitsversicherung gegenüber der Dread-Disease-Versicherung zu bevorzugen.

4. Multi-Risk Versicherung

Diese Versicherung ist eine Mischung aus verschiedenen Versicherungen wie z.B. der Grund­fähigkeits-, Unfall-, Dread Disease und Pflegeversicherung. Trotz der vielen Bausteine bietet sie weniger Schutz als eine Berufs­unfähig­keitsversicherung. Sie ist jedoch günstiger und die Gesundheitsprüfung weniger streng.

Die genannten Alternativen zur BU bieten dir zwar einen grundlegenden Schutz, kommen einer richtigen Berufs­unfähig­keitsversicherung aber nicht gleich. Trotzdem können sie dir helfen, wenigstens teilweise Versicherungsschutz zu haben, wenn du keine BU bekommen kannst.

Die richtige Versicherung für dich zu finden, wird dich einiges an Zeit kosten, aber du kannst dich auf Seiten wie zum Beispiel Finanztest oder Stiftung Warentest erkundigen und mit Rechnern im Internet kalkulieren, wie teuer oder günstig welche Versicherung für dich wird. Spezielle Versicherungsrechner zeigen dir deine Kosten präzise an und bieten gleichzeitig noch einen Preisvergleich und manchmal auch eine Übersicht über Zusatzversicherungen an.

Häufige Fragen

  • Zahlt die Krankenkasse oder die Berunfsunfähigkeitsversicherung mit Gesundheitsfragen bei einer Psychotherapie oder Depression?

    Deine Krankenkasse zahlt bei einer Psychotherapie, wenn du eine Behandlung brauchst, aber nur Krankengeld bekommst, da du weiterhin arbeiten kannst. Wenn du dauerhaft berufsunfähig bist, zahlt dir deine BU eine monatliche Rente, vorausgesetzt psychische Erkrankungen wurden im Vertrag nicht ausgeschlossen.
  • Gibt es bei Berufunfähigkeitsversicherungen mit Gesundheitsfragen eine Verjährung?

    Von einer Verjährung spricht man, wenn du beim Abschluss deiner Berufs­unfähig­keitsversicherung falsche Angaben über deine Gesundheit machst, diese aber nie überprüft wurden. Je nachdem, ob du die falschen Angaben aus Versehen gemacht oder absichtlich geschummelt hast, sind sie erst nach 3 bis 10 Jahren verjährt. Daher solltest du die Gesundheitsfragen sehr gewissenhaft beantworten, sonst riskierst du deinen Versicherungsschutz!
  • Wo finde ich die Gesundheitsfragen und andere Informationen über einen Tarif?

    Die Gesundheitsfragen zu der Berufs­unfähig­keitsversicherung findest du oft vorab als PDF auf der Website deines Versicherers.
  • Berufs­unfähig­keitsversicherung mit Gesundheitsfragen falsch beantwortet – was tun?

    Das solltest du am besten sofort mit dem Versicherer abklären und nicht darauf hoffen, dass der Fehler unentdeckt bleibt. Ehrlichkeit währt schließlich am längsten.
  • Muss ich bei der Berufs­unfähig­keitsversicherung in den Gesundheitsfragen auch meine Allergien angeben?

    Ja, fast alle Versicherer fragen sogar konkret nach Allergien, diese musst du unbedingt mit angeben.
  • Was ist, wenn ich im Antrag auf Berufs­unfähig­keitsversicherung die Gesundheitsfragen nicht
    beantworten kann?

    Frage am besten deinen Arzt – er kann dir Informationen über deine Vorerkrankungen geben und dir dabei helfen, dass du keine vergisst.

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